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Pressemitteilung der Evangelischen Akademie im Rheinland

Gibt es Leben jenseits unseres Planeten?

Vortrag gibt Einblick in ein interdisziplinäres Projekt an der Universität Bern

(Bonn, 24.6.2016) Im Mai dieses Jahres meldete ein internationales Forscherteam die Entdeckung von drei Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, auf denen Voraussetzungen für die Entstehung von Leben gegeben sind: gemäßigte Temperaturen, flüssiges Wasser und eine erdähnliche Größe.

Die Frage nach der Möglichkeit oder tatsächlichen Existenz außerirdischen Lebens ist ein spannendes theologisches und anthropologisches Thema – und das nicht erst heute: Bereits Immanuel Kant hätte sein Hab und Gut darauf verwettet, dass es Bewohner fremder Welten gibt.

Welche Konsequenz hätte die Entdeckung von Lebensformen außerhalb unseres Planeten?
Welche Konsequenz hätte die Entdeckung von Lebensformen außerhalb unseres Erdplaneten für die Astronomie und Kosmologie, vor allem aber für unser Bild vom Menschen?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt eines Vortrags des evangelischen Theologen Dr. Andreas Losch, zu dem die Evangelische Akademie im Rheinland und die Kirchliche Hochschule Wuppertal/Bethel am Donnerstag, 30. Juni 2016, einladen:

Leben jenseits unseres Planeten?
Naturwissenschaften und Theologie im Dialog über eine spekulative Frage.

Losch ist Koordinator eines interdisziplinären Forscherteams von Astronomen, Physikern, Philosophen und Theologen an der Universität Bern, das die Bedeutung der wahrscheinlichen Existenz extraterrestrischen Lebens erforscht: www.lifebeyondourplanet.unibe.ch.

Neue Orientierungsfragen ergeben sich
„Wenn die Menschheit nach den Sternen greift, ergeben sich neue Orientierungsfragen“, so Losch. Dürfte man irdisches Leben auf den Mars exportieren? Und welchen Wert hat außerirdisches Leben, wenn es tatsächlich existiert? Von welchen gesellschaftlichen Kräften könnte eine menschliche Expansion in den Weltraum betrieben werden, und mit welchen Absichten?

Kann das Christentum dazu beitragen, mit der Unendlichkeit der Welt umzugehen?
Sollte es außerirdisches Leben geben – die Weltraumforscher der Universität Bern halten das für sehr wahrscheinlich –, würde sich damit nicht das Christentum als Relikt eines anthropozentrischen und geozentrischen Weltbilds erweisen? Oder könnte die Theologie dazu beitragen, mit der Unendlichkeit der Welt und der Mannigfaltigkeit des Lebens umzugehen?

Das sind einige der Fragen, auf die Losch eingehen wird. Er engagiert sich bereits seit langem im Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaften und hat darüber promoviert. Seine Doktorarbeit „Jenseits der Konflikte“ wurde mehrfach ausgezeichnet.

Der Dialog Theologie-Naturwissenschaften wird bisher öffentlich noch zu wenig wahrgenommen
Die Theologie führt seit vielen Jahren aktiv einen systematischen Dialog mit den Naturwissenschaften. So gibt es eine Reihe von Forschungsprojekten, die von anderen Disziplinen angestoßen wurden, an denen aber auch Theologinnen und Theologen mitwirken. Das Berner Projekt ist eines davon. Doch bisher wird dieser Dialog in der Öffentlichkeit nur wenig wahrgenommen.

Veranstaltung im Rahmen des Themenschwerpunktes "Menschenbilder, Weltbilder, Gottesbilder"
Die Veranstaltung möchte dazu beitragen, dieses Engagement stärker bekannt zu machen. Sie findet statt im Rahmen des neuen Akademie-Themenschwerpunktes "Menschenbilder, Weltbilder, Gottesbilder". Mehr über diesen Themenschwerpunkt erfahren Sie auf der neuen Themenseite: www.mensch-welt-gott.de

Veranstaltungsort und Zeit:
Kirchliche Hochschule Wuppertal/Bethel
Missionsstraße 9a/b
Hörsaal 3
42285 Wuppertal

16.15 bis 18.00 Uhr

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist frei.

Wir bitten Journalistinnen und Journalisten um vorherige Anmeldung.

Kontakt:
Hella Blum
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Evangelische Akademie im Rheinland
Friedrich-Breuer-Str. 86
53225 Bonn

Tel.: 0228 479898-55
Mail an Hella Blum

www.ev-akademie-rheinland.de

hbl / 24.06.2016


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