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Gendersymbole vor grünem Hintergrund. Bildnachweis: Gordon Johnson auf Pixabay

Bildnachweis: Gordon Johnson auf Pixabay

Pressemitteilung der Evangelischen Akademie im Rheinland

Ist es inzwischen normal, verschieden zu sein?

Über die Wahrnehmung der Geschlechter in Gesellschaft und Religion
Ein Podiumsgespräch aus christlicher und muslimischer Perspektive

(Bonn, 17.3.2021) Heterosexualität ist das meistgelebte Beziehungsmodell, aber das Spektrum sexueller Orientierungen und verantwortlich gelebter Beziehungen ist größer: Aber Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender oder diverse Menschen (LGBTI*) machen immer wieder die Erfahrung der Ausgrenzung bis hin zur Verfolgung, in der Gesellschaft, aber auch in Christentum und Islam.
 

Ein Podiumsgespräch mit Publikumsbeteiligung knüpft am kommenden Samstag daran an:


„Sexualität und Gender in Christentum und Islam – Ausgrenzung, Verfolgung oder doch nur eine schöne Sünde?“

Samstag, 20. März 2021, 18:00 - 19:30 Uhr


Am Montag dieser Woche hat der Vatikan sein Nein zur Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ausgesprochen. Im Iran werden Homosexuelle zum Tode verurteilt und in Saudi Arabien werden nicht nur Frauen, sondern auch homosexuelle und transsexuelle-Menschen gefangengenommen und sexuell belästigt. Polen und Russland verfolgen Homosexuelle und LGTBI*-Gruppen.

„Vor dem Hintergrund eines Klimas der zunehmenden Verfolgung von Menschen anderen Geschlechts und der Unterdrückung von gleichgeschlechtlicher Liebe, auch in Europa, muss die Frage erlaubt sein, wie es diese beiden monotheistischen Religionen damit halten", so Studienleiter Jörgen Klußmann, der die Tagung an der Akademie initiiert hat. 

Bei dieser Veranstaltung kommen vier Expert:innen zu Wort. Sie gehen den kulturellen und religiösen Gründen für Ausgrenzung und Verfolgung nach und fragen: Gibt es daneben auch positive Botschaften und können diese Botschaften auch einen religiösen Kontext haben, der womöglich noch inspiriert?

Auf dem Podium sind:

Dr. Ali Ghandour
Der Dozent am Zentrum für islamische Theologie an der Universität Münster ist bekannt geworden durch sein Buch „Liebe, Sex und Allah“, in dem er einen eigentlich sinnenfreudigen Islam beschreibt.

Dr. Hoda Salah
Die Politikwissenschaftlerin und Autorin war wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin am Zentrum für Nahöstliche und Nordafrikanische Politik an der Freien Universität Berlin. Während der arabischen Revolution arbeitete sie als freiberufliche wissenschaftliche Journalistin zwischen Ägypten und Deutschland. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Islamismus, Gender Studies, Feminismus, Maskulinität und Tabus der arabischen Welt im Kontext von Politik, Sexualität und Religion.

Joachim Schulte
Der Lehrer und Bürgerrechtler ist Sprecher des Queernet in Rheinland-Pfalz. Bereits seit 1978 engagiert er sich für die Gleichstellung von homosexuellen und Transgender-Menschen. Schulte war u.a. 1979 Mitorganisator des 1. Christopher Street Days in der Bundesrepublik Deutschland und wurde 2012 für sein Engagement für eine vielfältige Gesellschaft mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Professorin Dr. Heidemarie Winkel
Die Soziologin lehrt an der Universität Bielefeld, ist Forschungsmitarbeiterin am St. Edmund's College der Universität Cambridge und gehört zum Herausgeberkreis der Zeitschrift für Religion, Gesellschaft und Politik. Heidemarie Winkel forscht zu Gender, arabischen Gesellschaften, zu interkultureller Kommunikation und der Soziologie von Religion.

Wir laden herzlich zur Teilnahme und Berichterstattung ein. Bitte melden Sie sich vorab unter den unten stehenden Kontaktdaten an.

Kontakt:
Hella Blum
Öffentlichkeitsbeauftragte
und Studienleitung Medien
Evangelische Akademie im Rheinland
Friedrich-Breuer-Straße 86
53225 Bonn
Tel.: 0228 479898-55
hella.blum@akademie.ekir.de
www.ev-akademie-rheinland.de

hbl, ms / 17.03.2021


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