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Die Zeichnung zeigt zwei Menschen, die vor einer geöffneten Kiste stehen. Auf der Querseite der Kiste steht 'Hoffnung'. Über dem Kopf des Menschen links ist eine Sprechblase zu sehen: 'Leer?!'. Über dem Kopf des Menschen rechts steht in der Sprechblase: ' Zeichnung: Michael Hüter

Editorial von Akademiedirektor Dr. Frank Vogelsang

Thema des Jahres 2021: #hoffnunggestalten

#hoffnunggestalten - unter dieser Überschrift, unter diesem Hashtag, will die Evangelische Akademie im kommenden Jahr arbeiten. Es soll in den unterschiedlichen Themengebieten immer wieder auch um Hoffnung gehen, die Hoffnung, die uns antreibt, die Hoffnung, die wir mit anderen teilen.


Was aber ist Hoffnung? Ist sie die Vertröstung auf ein diffuses Morgen? Ist sie gar im christlichen Sinne so etwas wie die Vertröstung auf eine jenseitige Welt, in der alles besser ist? Nichts davon ist Hoffnung, so wie Christinnen und Christen sie verstehen.

Hoffnung ist eine Kraft der Gegenwart
Hoffnung ist im Gegenteil eine Kraft der Gegenwart. Hoffnung ist jene Kraft, die die Sehnsucht lebendig hält, dass die Welt eine bessere sein kann. Für Christinnen und Christen heißt das: Wir können fest halten an der Verheißung, die Gott uns zugesprochen hat. Gott meint es gut mit seiner Schöpfung, meint es gut mit uns. Diese Verheißung vertröstet nicht auf ein Morgen, sondern ist eine Kraft in der Gegenwart. Das galt und gilt für das Volk Israel, beginnend bei Abraham, der der Verheißung Gottes folgte und sich aufmachte, zu unbekannten Gefilden aufzubrechen, das galt und gilt für die christliche Gemeinde heute, die dem auferstandenen Christus folgt .

Hoffnung und Handeln stärken sich gegenseitig
Wer hofft, kann die Gegenwart anders, kraftvoller gestalten. Darauf weist der Hashtag: #hoffnunggestalten hin. Wir können mitwirken daran, dass die Zukunft besser wird, wenn wir die Gegenwart mit gestalten. Das sind sich gegenseitig verstärkende Haltungen: Wer Hoffnung hat, packt in der Gegenwart mit an. Wer in der Gegenwart mit anpackt, schöpft wiederum auch mehr Hoffnung!

Hoffnung bedeutet nicht: Es wird schon gut ausgehen!
Ist Hoffnung dann so etwas wie der Optimismus, dass es schon gut ausgehen wird? Nein, auch das ist sie nicht. Die Hoffnung ist zäher als ein leicht verzagender Optimismus. Das „Es wird schon gut gehen!“ ist ja eng verwandt mit der bangen Frage: „Wird es auch gut gehen?“ Hoffnung dagegen bindet sich nicht an den Erfolg so wie der oft geschäftsmäßige Optimismus. Die Hoffnung lässt sich nicht durch Widrigkeiten vom Weg abbringen. Das Volk Israel irrte 40 Jahre durch die Wüste. Ja, es gab Anfechtungen, aber letztlich überwog die Hoffnung, die sich aus der Verheißung Gottes nährt.

Hoffnung ist die Gewissheit: Es macht Sinn, egal, wie es ausgeht 
Diese Haltung wird wunderbar auf den Punkt gebracht in einem Ausspruch, den man Vavlac Havel zuordnet: „Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“ Deshalb ist Hoffnung eine Kraft der Gegenwart, denn sie erlebt sich selbst als sinnvoll. Wiederum christlich gesprochen, ist Hoffnung die menschliche Antwort auf die Verheißung Gottes an seine Schöpfung und an den Menschen. Deshalb ist sie eine große Quelle für Sinnerfahrungen.

Es lohnt sich darüber nachzudenken, wie #hoffnunggestalten gedacht und konkret werden kann               
Es lohnt sich also, immer wieder über Hoffnung nachzudenken! Und es lohnt sich, die Hoffnung als eine gestalterische Kraft der Gegenwart zu entdecken. Das wollen wir in den Angeboten der Evangelischen Akademie im Rheinland im Jahr 2021 tun. Wir beschäftigen uns wie gewohnt mit den Themen Frieden, interreligiösem Dialog, Transformation von Arbeit und Wirtschaft, gesellschaftlichem Zusammenhalt, dem digitalen Wandel und der Orientierung in der modernen Welt.

Wir laden Sie herzlich zu uns in die Werkstatt ein!
Wir laden Sie dazu ein, sich auch im kommenden Jahr bei der einen oder anderen Veranstaltung zu beteiligen und mit uns zusammen darüber ins Gespräch zu kommen, wie #hoffnunggestalten gedacht und konkret werden kann!
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Frank Vogelsang/ hbl / 07.01.2021



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