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Auf dem Bild sieht man Jeansstoff mit der Aufschrift 'Mode ohne Ausbeutung'. Bildnachweis:Christoph Lindemann, Evangelische Kirche von Westfalen Bildnachweis: Christoph Lindemann, Evangelische Kirche von Westfalen

Pressemitteilung der Evangelischen Akademie im Rheinland

Online-Diskussion „Mode ohne Ausbeutung“

(Bonn, 23.4.2020) Morgen am  24.04.2020, 19 Uhr, diskutieren Bonner Expert*innen online über Arbeitsbedingungen in der Kleidungsproduktion, die Auswirkungen der Corona-Pandemie und Veränderungsansätze für menschenwürdiges Wirtschaften. Mit dabei:  Bundestagsabgeordnete Katja Dörner, Bündnis 90/Die Grünen.

Als am 24. April 2013 in Bangladesch das Rana Plaza Fabrikgebäude einstürzte, starben mehr als tausend Textilarbeiter*innen. Auch deutsche Firmen ließen Kleidung dort produzieren. Auch heute, sieben Jahre nach dem Unglück leiden Beschäftigte in der Herstellung unserer Kleidung unter niedrigen Löhnen, mangelnder sozialer Sicherheit, Gesundheitsgefahren oder der Einschränkung von Gewerkschaftsfreiheit. Gerade in der aktuellen Corona-Krise zeigt sich, wie wichtig die Übernahme von Verantwortung für die Lieferbeziehungen ist: Modemarken und Einzelhandelsunternehmen, die in der aktuellen Krise Umsatzeinbußen verzeichnen, geben den Druck an Zulieferer weiter. Aufträge werden storniert, bereits fertige Ware zum Teil nicht mehr abgenommen. Für die Beschäftigten sind Lohnausfälle und Entlassungen die Folge.

In einer Online-Diskussion beleuchten Expert*innen aus Bonn die aktuelle Lage und Handlungsmöglichkeiten: Das nachhaltige Bonner Modelabel Alma&Lovis berichtet von den Auswirkungen der Pandemie auf Geschäft und Lieferbeziehungen. Gisela Burckhardt, Vorstandsvorsitzende der Frauenrechtsorganisation FEMNET e.V., gibt Einblicke in die Situation der Beschäftigten in der textilen Produktion und Fragen der Verantwortungsübernahme durch Unternehmen. Auf die Rolle der Gewerkschaften in den Produktionsländern wird André Edelhoff, Geschäftsbereichsleiter Nord-Süd-Netz des DGB-Bildungswerk, eingehen. Gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Katja Dörner diskutieren die Expert*innen auch über politische Handlungsoptionen zu einer menschenwürdigeren Textilproduktion. Ein Lieferkettengesetz etwa würde Unternehmen zur Achtung von Umweltstandards und Menschenrechten in ihrem Auslandsgeschäft verpflichten.

Ein solches Gesetz fordert ein breites Bündnis aus Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, kirchlichen Akteuren und Gewerkschaften in der Initiative Lieferkettengesetz. Das Engagement der Kirchen für menschenwürdiges Wirtschaften steht dabei unter dem Leitvers „Schafft Recht und Gerechtigkeit“.

Die Online-Diskussion am 24.04.2020 um 19 Uhr wird organisiert und moderiert von der Evangelischen Akademie im Rheinland, SÜDWIND e.V., dem Evangelischen Forum Bonn und FEMNET e.V.

Um Anmeldung bis zum 24.04.2020, 17:00 Uhr bei per Mail an Anna Veerahoo wird gebeten. Sie erhalten dann einen Link zur Online-Diskussion.

Für inhaltliche Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Eva-Maria Reinwald, SÜDWIND e.V.
Mail an Frau Reinwald, 0228 76 36 98-21

Kontakt:
Hella Blum
Öffentlichkeitsbeauftragte
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Mail an Hella Blum  

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hbl, ms / 23.04.2020



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