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Pressemitteilung der Evangelischen Akademie im Rheinland

Wo hört künftig der Mensch auf, wo fängt die Maschine an?

Tagung zu autonomen selbstlernenden Systemen als Herausforderung für unser Bild vom Menschen

(Bonn, 25.10.2016) Dass Künstliche Intelligenzen möglicherweise Maschinen besser warten können als Ingenieure, erscheint möglich. Aber können sie neue medizinische Wirkstoffe erfinden oder menschliche Mimik lesen? Doch, auch diese Dinge können künstliche Intelligenzen inzwischen zuweilen besser als der Mensch. Sind also die künstliche Intelligenz und Mensch-Maschine-Symbiosen, sogenannten Cyborgs, der nächste Schritt in der Kette der Evolution?

Diese hochaktuelle Frage steht im Mittelpunkt einer Tagung, zu der die Evangelische Akademie im Rheinland und die Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen am Freitag, 28. Oktober und Samstag, 29. Oktober 2016 gemeinsam nach Aachen einladen: "Das Erwachen der Maschinen. Autonome selbstlernende Systeme als Herausforderung."

„Computersysteme haben zunehmend an Selbständigkeit gewonnen.“ Bei dieser Beobachtung setzen die Veranstalter, Dr. Frank Vogelsang, Evangelische Akademie im Rheinland, und Dr. Georg Souvignier, Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen, an.

Selbstlernende technische Systeme werden zu einem Gegenüber, das der Mensch nicht mehr im Detail kontrollieren kann. Darüber hinaus können kybernetische Systeme bereits in einen lebenden Organismus implantiert werden. Das geschieht z.B. mit dem Cochlea-Implantat, das tauben Menschen das Hören wieder ermöglicht.

Aus anthropologischer Sicht stellt sich daher die Frage: Wo hört künftig der Mensch auf, wo fängt die Maschine an? Müssen wir uns daran gewöhnen, als Menschen Teil von sozio-technischen Systemen zu sein? Was bedeuten diese Entwicklungen für das christliche Menschenbild, für die Einheit von Körper, Seele und Geist und für die Würde des Menschen?

Die Tagung nähert sich diesen Fragen aus interdisziplinärer Sicht.

Den Eröffnungsvortrag „Künstliche Intelligenzen als Vervollkommnung des Menschen? Zur Geschichte des Posthumanismus“ hält der Religionswissenschaftler und Soziologe Professor Dr. Oliver Krüger von der Universität Fribourg in der Schweiz

Professor Dr. Gregor Schöner, theoretischer Physiker und Direktor des Instituts für Neuroinformatik an der Ruhr-Universität Bochum, gibt einen Überblick über die Entwicklung autonomer kognitiver Systeme. Der Physik-Professor Dr. Helge Ritter ist Gründer und einer der Direktoren des Bielefelder Forschungsinstituts für Kognition und Robotik. Er informiert über den Stand der Entwicklung sogenannter humanoider kognitiver Roboter, also Roboter, die in Gestalt und Bewegungsabläufen dem Menschen nachempfunden sind.

Wie sieht das Miteinander von Mensch und Maschine in der Zukunft aus? Der Theologe und Philosoph Dr. Dr. Bernhard Irrgang, Professor für Technikphilosophie, Technikethik und Angewandte Ethik an der Technischen Universität Dresden, nähert sich abschießend diesem Szenario unter ethischen Aspekten.

Das ausführliche Programm der Tagung ist unter www.ev-akademie-rheinland.de abrufbar.

Zu den Vorträgen laden wir interessierte Journalistinnen und Journalisten herzlich ein.

Wir bitten um vorherige Anmeldung.

Veranstaltungsort:

Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen
August-Pieper-Haus
Leonhardstr. 18 - 20
52064 Aachen

Kontakt:

Hella Blum
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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hbl / 25.10.2016



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