Was hat Religion in der Kölner Oper zu suchen?
Szenenfoto: SONNTAG aus LICHT. Fotograf: Klaus Lefebvre, Hagen
Der Opernzyklus „LICHT“ von Karlheinz Stockhausen ist nach den sieben Wochentagen gegliedert.
Der „SONNTAG“ aus "LICHT", der am 9. und 10. April 2011 in Köln seine Uraufführung erlebte, lässt religiöse Gehalte, die den ganzen Zyklus bestimmen, in besonderer Weise zum Ausdruck kommen:
Die gesamte Oper ist „GOTT“ gewidmet. Es geht hier um die universale Vereinigung, symbolisiert durch die mystische Vereinigung der (Engels-)Figuren Eva und Michael.
Ohne Zweifel greift Stockhausen bewusst auf Elemente der christlich-jüdischen Traditionen zurück. Ebenso offenkundig ist aber, dass er zugleich die traditionellen Gehalte bewusst übersteigert und neu interpretiert. Welche Rolle spielen die religiösen Elemente in seinem Werk? Kann man diese Kunst als autonome Ausdrucksform von ihrem religiösen Anspruch trennen? Religion sucht in der modernen Gesellschaft neue Ausdrucksformen und neue Inszenierungsorte. Welche Aufgabe übernimmt durch die Inszenierung die öffentliche Institution „städtische Oper“?
Diese Fragen wurden am 13. April 2011 im Rahmen einer Podiumsdiskussion im Foyer der Oper Köln erörtert. Eingeladen hatten die Oper Köln und Evangelische Akademie im Rheinland. Auf dem Podium saßen:
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Dr. Birgit Meyer, Direktorin der Oper Köln
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Dr. Thomas Ulrich, Dramaturg
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Prof. Dr. Christoph von Blumröder, Universität Köln
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Dr. Georg Henkel, Theologe
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Suzee Stevens, Vorsitzende der Stockhausen-Stiftung
Akademiedirektor Dr. Frank Vogelsang moderierte die Diskussion.
Frank Vogelsang /hbl / 11.04.2011
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