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22. - 23.10.2010 - Arbeitswelt, Wirtschaftsethik

Aus Schaden klug werden

Plädoyers für eine neue Kultur des Umgangs mit Fehlern und Scheitern

Irren ist menschlich. Doch gelten in unserer Gesellschaft Fehler nicht unbedingt als Lernchance. Scheitern wird in unserer Gesellschaft durchweg als ein individuelles Problem angesehen. Seit der Jahrtausendwende sind jedoch mehr als 340.000 Unternehmen zahlungsunfähig geworden. 5 Millionen Beschäftigte waren von der Pleite ihres Unternehmens betroffen. Jahr für Jahr fallen immer mehr Schülerinnen und Schüler ohne Abschluss aus dem Schulsystem heraus. Allein die hohe Zahl der Fälle weckt den Verdacht, dass nicht eine Häufung von Einzelfällen, sondern auch Sys-
temversagen vorliegt. Auch Manager machen Fehler, u.a. weil sie Geschäftsabläufen unterworfen sind, die – etwa in der Finanzwirtschaft - zu Fehlern zwingen oder dazu verleiten.
Gleichwohl beurteilen wir Scheitern oder fehlerhaftes Verhalten nach moralischen Kriterien, die ganz überwiegend den Einzelnen behaften und bestrafen. Schon vor Jahrzehnten haben Christiane und Ernst-Ulrich von Weizsäcker entdeckt: „Fehlerfreundlichkeit bedeutet … eine besonders intensive Hinwendung zu und Beschäftigung mit Abweichungen vom erwarteten Lauf der Dinge. Dies ist eine in der belebten Natur überall anzutreffende Art des Umgangs mit der Wirklichkeit...“
Wie lässt sich mehr „Fehlerfreundlichkeit“ als Merkmal einer menschengerechten Lern- und Lebensweise entwickeln und insbesondere im betrieblichen Handeln einüben?
Die Tagung geht auf pädagogischen, psychologischen, ökonomischen und sozialethischen Wegen der Frage nach einer kulturellen Neubewertung von Scheitern und Fehlern nach.  Im Mittelpunkt stehen Überlegungen, was zu einer „neuen Kultur des Scheiterns“ erforderlich ist.

Tagungsleitung:
Landespfarrer Peter Mörbel
Studienleiter
Tel.: +49/(0)2 28/95 23-202
Mail an Peter Mörbel

Tagungssekretariat:
Katrin Arnold
Erreichbarkeit:
Mo. – Fr. 8.30 – 13.00 Uhr
Tel.: +49/(0)2 28/95 23-203
Mail an Katrin Arnold

Praktische Hinweise:
Tagungsnummer: 38/2010. Bitte bei Ihrer Anmeldung angeben!

Tagungskosten: 60,00 Euro.
Das ausführliche Programm ist am Schluss dieses Artikels zum Download bereit gestellt.

Zur Online-Anmeldung geht es hier.

 

 

 

 

Peter Mörbel / 11.09.2010



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