
Beruf kann beides sein: Tätigkeit und Erfüllung
19. - 20.03.2010 - Arbeitswandel, Sozialer Wandel
Tätigkeit und Erfüllung
Der Umbruch der Arbeitsgesellschaft und die Zukunft der Arbeit diesseits und jenseits der ErwerbstätigkeitSeit Jahren belegen soziologische und ökonomische Analysen die gravierende Veränderung der Arbeitsgesellschaft. Auskömmlich bezahlte Arbeit wird immer knapper, zugleich wird ehrenamtliches Engagement immer wichtiger. Engagierte Nichtfachleute ebenso wie Fachleute im Ruhestand sind als unbezahlte Helfer vielerorts hochwillkommen. Wie wird sich künftig das Ehrenamt entwickeln?
Auch nach dem offiziellen Eintritt in den Ruhestand wird künftig noch berufliche Tätigkeit ausgeübt werden – freiwillig oder notgedrungen. Wie steht es um die Wertigkeit von Arbeit diesseits und jenseits des Einkommenserwerbs? Wie lässt sich der Lebensunterhalt sichern, wenn nicht jede Art von notwendiger Arbeit bezahlt werden kann?
Eine interdisziplinäre Auseinandersetzung mit diesen Fragen ist dringend geboten – sowohl angesichts der aktuellen Zuspitzungen auf dem Arbeitsmarkt als auch im Blick auf die langfristigen demographischen Trends. Die Tagung fragt danach, wie eine Kultur der Wertschätzung für Arbeit inner- und außerhalb bezahlter Tätigkeiten aussehen muss und was das bedingungslose Grundeinkommen dazu beisteuern kann.
Beiträge aus der evangelischen Ethik, der Arbeitsforschung, der Wirtschaftspsychologie sowie aus der praktischen Erfahrung in Betrieben der Wettbewerbs- und der Sozialwirtschaft sind vorgesehen.
Zu den Referenten:
Dr. Harry W. Jablonowski
Geb. 1948.Dr. rer. pol., Diplom-Sozialwisssenschaftler, Studium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Sozialpsychologie, Pädagogik in Bochum, Kassel und Dortmund. Mitarbeiter am Sozialwissenschaftlichen Institut der Evangelischen Kirche in Deutschland (SI-EKD), Hannover.
Arbeitsschwerpunkte: Arbeitsmarktpolitik, Sozialethik, Arbeits- und Wirtschaftssoziologie, laufende Projekte u. a. Arbeits(markt-)politische Projekte von Kirche und Diakonie unter den Bedingungen der modernen Arbeitsmarktgesetze – Auswirkungen und neue Chancen, Rolle der Gewerkschaften im Kontext der Globalisierung.
Veröffentlichungen (Auswahl): Artikel „Arbeit“, in: Evangelisches Staatslexikon (Neuauflage in Vorbereitung); Vom Paradies. Einkommen ohne Arbeit und Kapital – Reflexionen über ein bedingungsloses Grundeinkommen, in: epd-Dokumentation, Nr.19, 1. Mai 2007.
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Prof. Dr. Torsten Meireis
Geb. 1964. Nach Studium von Evangelischer Theologie, Gesellschaftswissenschaften und Philosophie in Frankfurt am Main, München und Heidelberg, 1994 Promotion zum Dr. theol. in Heidelberg, 1996-2000 Gemeinde-, Industrie- und Schulpfarrer der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). 2000-2006 Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Ethik und angrenzende Sozialwissenschaften (IfES) in Münster/Westfalen. 2007 Habilitation an der Universität Münster („Tätigkeit und Erfüllung: Protestantische Ethik im Umbruch der Arbeitsgesellschaft“, 2008), Ende 2009 Berufung zum Außerordentlichen Professor für systematische Theologie/Ethik an der Universität Bern. Designierter Preisträger 2010 des „Klaus-von-Bismarck-Preises“ der Stiftung Sozialer Protestantismus.
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Prof. Dr. Walter Neubauer
Geb. 1938 in Hartmannshof (Franken). Studium der Psychologie an der Philosophischen Fakultät Erlangen-Nürnberg (Diplom 1964), anschließend Wechsel an die Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Nürnberg. 1967 Promotion zum Dr. rer .pol. in Nürnberg, 1972 Habilitation in Linz/Donau. 1973 Wiss. Rat und Prof., 1974 o. Professor und Direktor des Seminars für Psychologie an der Pädagogischen Hochschule Rheinland, Abt. Bonn, seit 1980 Pädagogische Fakultät der Universität Bonn. Mitglied des Psychologischen Instituts der Philosophischen Fakultät seit 1990. Emeritiert seit Februar 2003.
Veröffentlichung: „Führung, Macht und Vertrauen in Organisationen“ zusammen mit Bernhard Rosemann, Dietrich von der Oelsnitz, und Jürgen Weibler von Kohlhammer (2006).
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Prof. Dr. Martin Sauer
Geb. 1957. 1969 -1978 Studium der Evangelischen Theologie und der Erziehungswissenschaft/ Sozialpädagogik in Bethel und Tübingen und 1997-2001 Sozialmanagement (Master of Advanced Studies) an der Wirtschaftsuniversität Wien. Berufliche Stationen: u.a.: Pädagogischer Mitarbeiter in Einrichtungen der Behindertenhilfe und der Jugendhilfe, Lehrer für Pädagogik, Psychologie, Soziologie und Heilpädagogik an einer Fachschule für Sozialpädagogik; Geschäftsführer Ev. Bildungszentrum für Gesundheitsberufe (Bethel / Johanneswerk). Jetzt Professur für Sozialmanagement und Personalarbeit, Studiengangsleiter ‚Management im Sozial- und Gesundheitswesen’ an der Fachhochschule der Diakonie (FHdD), Bielefeld, derzeit Rektor der FHdD.
Veröffentlichungen: Ehrenamtliches Engagement: Ressourcen und Rahmenbedingungen; in: BBE-Newsletter 4/2009.
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PD Dr. Hilmar Schneider
Geb. 1957. Studium der Sozialwissenschaften und Volkswirtschaftslehre an der Universität Frankfurt am Main. Dr. rer. pol. Venia Legendie für Volkswirtschaftslehre.1994 - 2001 eitung der Abteilung Arbeitsmarkt am Institut für Wirtschaftsforschung Halle an der Saale. Seit 2001 Direktor für Arbeitsmarktpolitik am Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn.Seine erfolgreiche Tätigkeit an der Schnittstelle zwischen Wirtschaftswissenschaft und praktischer Politikberatung äußert sich in einer Vielzahl von Forschungsgutachten, Fachpublikationen und Medienbeiträgen. Darüber hinaus berät er die Bundesregierung als Mitglied der Zensuskommission.
Veröffentlichungen zum Thema u. a. : Workfare: Eine wirksame Alternative zum Kombilohn (in: Wirtschaftsdienst, 2006, 86 (10), 645-650)
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Tagungsleitung:
Landespfarrer Peter Mörbel
Studienleiter
Tel.: +49/(0)2 28/95 23 202
Mail an Peter Mörbel
Tagungssekretariat:
Katrin Arnold
Mo. – Fr.. 9.00 - 13.00 Uhr
Tel.: +49/(0)2 28/95 23 203
Mail an Katrin Arnold
Praktische Hinweise:
Tagungsnummer: 9/2010. Bitte bei Ihrer Anmeldung angeben!
Tagungskosten inklusive Übernachtung und Verpflegung: 60,00 Euro.
Das ausführliche Tagungsprogramm ist am Schluss dieses Artikels zum Download bereit gestellt.
Zur Online-Anmeldung geht es hier.
Peter Mörbel 12.02.2010
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