Evangelische Akademie im Rheinland

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Foto: picture-alliance/dpa. Fotograf: Jean-Claude Chapon
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Afghanistan und Pakistan im Regionalkonflikt 

Wer sind die Taliban?

Vom 26. bis 28. März lädt die Akademie ein zu einer Tagung zur historischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Dimension der Taliban.

Der Kampf gegen die Taliban ist längst nicht mehr auf Afghanistan beschränkt. Mit der Ausweitung des Krieges auf Pakistan ist der Konflikt zu einem Regionalereignis geworden. Doch wer sind die Taliban eigentlich? Der wissenschaftliche Austausch über die Hintergründe des Phänomens „Taliban“ soll im Zentrum der Erörterungen dieser Konferenz stehen. Hierbei geht es in erster Linie darum, gesellschaftliche und ökonomische Dimensionen der Taliban zu erfassen und zu diskutieren. So wird sich diese wissenschaftliche Tagung mit den Weltbildern und Organisationsformen der Taliban beschäftigen wie auch mit den Prozessen, die zu strukturellen Veränderungen von Teilen der afghanischen und pakistanischen Bevölkerung führten.

Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der

  • wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft Afghanistan und
  • dem Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn durchgeführt.

Eingeladen sind Fachleute und Interessierte.

 

Tagungsablauf:

Freitag, 26. März 2010

14.00 bis 14.15 Uhr
Begrüßung
Jörgen Klußmann M. A.
Prof. Dr. Ingeborg Baldauf, Institut für Asien- und Afrikawissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin

14.15  bis 16.00 Uhr

Eröffnungsvorträge

Panel 1: Die Taliban zwischen Lokalität und Globalisierung

  • Globalisierung und die Taliban-Bewegung – vom Lokalen übers Regionale zum Globalen
    Kava Spartak, M.A., University of Westminster
  •  Ideologische Facetten der Taliban
     Florian Broschk, M.A., Institut für Orient- und Asienwissenschaften
    der Universität Bonn
  • Die virtuelle Propaganda der Taliban
    Amin Azimi, M.A., Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit, Berlin

19.30  Jahrestreffen der Arbeitsgemeinschaft Afghanistan (AGA)

21.00 Film zur aktuellen Lage in Afghanistan


Samstag, 27. März 2010

09.00 bis 11.00 Uhr   

Panel 2: Die Taliban und der Staat

11.15  bis 13.00 Uhr

Panel 3: Die Taliban und soziökonomischer Wandel

  • Transformation von Geschlechterrollen in den Flüchtlingslagern in Pakistan:
    Die Geschlechterperspektive bei der historischen und gesellschaftlichen Betrachtung des Phänomens „Taliban“
    Narges Lankarani, M. Sc. Institut für Geographische Wissenschaften
    Freie Universität Berlin
  • Die Taliban und die Drogenökonomie
    Dr. Janet Kursawe, Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft, e.V., Heidelberg
  • Kriegsführung der Paschtunen und der Taliban im Vergleich
    Prof. Dr. Albert Stahel, Institut für Politikwissenschaft an der Universität Zürich

14.0 bis 16.00 Uhr

Panel 4: Die Taliban und die NATO

  • Die Logik des Human Terrain System und die militär-anthropologische Repräsentation segmentärer Ordnungen
    PD. Dr. Thomas Zitelmann, Institut für Ethnologie, FU Berlin  
  • Wahrnehmung und Analyse der Taliban durch die Bundeswehr
     Philipp Münch, MA, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin
  • Die Taliban im Regionalkonflikt Nord
    Tillmann Schmalzried, Gesellschaft für bedrohte Völker e.V., Göttingen

16.30  bis 18.00 Uhr

Reden mit den Taliban?
Die Perspektive der Politik
Podiums- und Plenumsdiskussion mit

19.00  Uhr

Afghanistan - Das andere Gesicht verstehen

Eine musikalische und künstlerische Darbietung mit afghanischen und deutschen Musikern und Künstlern.

Diese Abendveranstaltung ist öffentlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Eintritt: 5,00 Euro.
Für Tagungsteilnehmerinnen und Tagungsteilnehmer ist der Eintritt bereits im Tagungsbeitrag enthalten.   

Sonntag, 28. März 2010

09.00 bis 11.00 Uhr   

Panel 5: Zukunftsperspektiven für den Hindukusch

  • Die Taliban, Symbol des afghanischen Freiheitskampfes?
    Matthias Hofmann, Major d. R., freier Historiker, Kirchentellinsfurt
  •  Die Taliban und die Diskussion um eine ‚Exit-Strategie‘
     Dr. Citha Maass, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin
  • Ungoverned Territories‘ – Die Zukunft des ‚War on Terror‘
    PD Dr. Conrad Schetter, Zentrum für Entwicklungsforschung der
    Universität Bonn  

11.15  bis 12.30 Uhr  
Abschlusspodiums- und Plenumsdiskussion

 


Jörgen Klussmann 12.02.2010


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