Soeben erschienen
Programm Januar - Juli 2010
Das jetzt erschienene Programm der Akademie für das erste Halbjahr 2010 informiert über insgesamt 26 Tagungen, zu denen die Akademie von Januar bis Juli einlädt.„Wir konnten 2009 ein erfreulich großes Interesse an unseren Tagungsangeboten beobachten“, zieht Akademiedirektor Dr. Frank Vogelsang Bilanz. Im ablaufenden Jahr hat die Akademie außerdem ein Qualitätsmanagement eingeführt und ein Zertifizierungsverfahren durch-laufen. Seit dem 30. November 2009 führt die Akademie nun das Gütesiegel Weiterbildung und hat damit Qualität nach Gütesiegelverbund nachgewiesen.
Ein Themenschwerpunkt im aktuellen Programm sind das Wirtschaftssystem und die Rolle des Geldes in der Gesellschaft. „Offenkundig ist unser Wirtschaftssystem bei weitem nicht so stark und solide, wie wir vor der Finanzkrise gedacht haben“, so Vogelsang.“ Doch es geht nicht um eine Unterscheidung zwischen Weiß und Schwarz, vielmehr um die Klugheit, unter den Graustufen auch die helleren Töne zu suchen.“ Die Akademie macht sich gleich in mehreren Tagungen und aus unterschiedlichen Blickwinkeln heraus auf diese Suche:
So werden im März die Forschungsergebnisse eines interdisziplinären und internationalen Forschungsprojektes zur Monetarisierung des Marktes und die Auswirkungen auf Religion, Recht, Politik und Moral vorgestellt („Geld als Gott?“, 17.3.). Im Juni geht es um die Triebfe-dern für „Geldgier & Geiz“(11./12.6.). Wie lassen sich in der Unternehmenspraxis wirtschaftsethische Ansprüche einlösen? Die Fachtagung für Führungskräfte aus Diakonie und Caritas „Evangelium und Unternehmenserfolg“ sucht nach Umsetzungsmöglichkeiten. (7./8.5.).
Wie kann eine sozialverträgliche Zukunft praktisch gestaltet werden? Damit beschäftigen sich Tagungen zu Klimaschutzmaßnahmen insbesondere in Kirchengemeinden (19.-20.2.) und zu nachhaltigen Kaufentscheidungen angesichts von Sparzwängen im Beschaffungswesen (28.29.5.). Bezahlte Arbeit wird immer knapper, das Ehrenamt immer wichtiger. Die Frage, wie eine Kultur der Wertschätzung für Arbeit innerhalb- und außerhalb bezahlter Tätigkeiten zukünftig aussehen kann, steht im Mittelpunkt von „Tätigkeit und Erfüllung“ (19./20.3.). Sport ist medien- und massenwirksam, der Wettbewerbsgedanke beeinflusst zugleichgesell-schaftliche Leitbilder. Diesem Verhältnis zwischen Sport und Gesellschaft widmet sich eine Veranstaltung im März („Die sportliche Gesellschaft: Leistung durch Wettbewerb“, 5./6.3.). Forschung ist ohne Geldmittel nicht denkbar, doch wo sind die Grenzen: „Darf man Leben patentieren?“ fragt das 4. Bioethikforum der Evangelischen Kirche im Rheinland (16.6.).
Mit den Grundlagen wissenschaftlicher Erkenntnis beschäftigt sich im April eine Tagung, die auf die Entdeckung der Jupitermonde 1610 durch den Mathematiker und Astronom Galileo Galilei Bezug nimmt. Dies war ein weiterer Beweis für die damals Bahn brechende Erkenntnis, dass nicht die Erde, sondern die Sonne Mittelpunkt des Planetensystems ist. Doch vom heutigen Wissensstand aus war seine Entdeckung nur ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Erforschung des Alls. Ist also Wahrheit immer auch abhängig von den wissenschaftlichen Methoden? ( „Wege zu der einen Wahrheit?!“, 23./24.4.).
Hintergrundinformationen zum Afghanistan-Konflikt bietet die Tagung „Wer sind die Taliban?“ (26. – 28.3.). Am 12.4. beschäftigt sich ein Studientag mit der aktuellen Situation des Gesprächs zwischen Christen und Muslimen. Theologie und Kirche stehen im Mittelpunkt weiterer Angebote wie z.B. einer Tagesveranstaltung zum aktuellen Stand der Sühneopfer-Debatte („Warum starb Jesus am Kreuz?“, 22.3.).
Zusätzlich zur Information geben einige Angebote bewusst spirituellen Elementen Raum, so z.B. die Pfingsttagung, die sich dem Thema „Erfahrung“ auf ganzheitliche Weise nähert, oder die diesjährige Tagung für Angehörige und Betreuer von Demenzkranken. In deren Mittelpunkt steht 2010 das Thema „Kommunikation“ (25.-27.6.). Das Halbjahr schließt ab mit der 8. Sommeruniversität der Frauen. „Mache dich auf, meine Freundin“ ergeht die Aufforderung an die Teilnehmerinnen. Sie können in dieser Woche nicht nur die befreiende Wirkung von Erinnerungskultur, sondern auch heilsame Erzählkunst erlernen und erleben (13.-17.7.2010).
Abgerundet wird das Halbjahr durch kulturelle Angebote, z.B. durch eine Kooperation mit der Luther-Gesellschaft zu „Martin Luther und die Kunst“, einem Abend mit dem Buchautor Jo-hannes Zang zu Palästina oder einer Filmreihe in Kooperation mit der Filmkritikerin Clara Maria Schellhoss.
Das Halbjahresprogramm kann direkt bei der Akademie bezogen werden (Tel.: 0228 9523 209 oder programm@akademie.ekir.de). Es ist darüber hinaus im Anschluss an diesen Artikel als Download abrufbar.
hbl 17.12.2009
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