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Akademietagung zur Zukunft des Internets
Internet: nur Kommunikationsmittel oder Beginn einer neuen kulturellen Epoche?
Diese Frage steht im Mittelpunkt einer Akademietagung, die von Freitag, 6. November 2009, bis Samstag, 7. November 2009, stattfindet.Das Internet hat sich rasant von einer Nischen- zu einer Basistechnologie entwickelt. 2008 hatten bereits 66 % der Deutschen einen Internetzugang. Welche Auswirkungen hat das auf Lese-, Hör- und Sehgewohnheiten? Welche neuen Beteiligungschancen eröffnen sich durch das Web 2.0? Und: Wie wird das Internet der Zukunft aussehen?
Austausch darüber bietet die Tagung „Das Zeitalter des Internets bricht gerade erst an – ein Blick in unsere Zukunft“ am 6./7. November 2009.
Internet - Eintritt in eine neue kulturelle Epoche?
„Wir stehen erst am Anfang einer Epoche, in der das Internet die Gesellschaft prägen wird“, meint Akademiedirektor Dr. Frank Vogelsang, der die Tagung gemeinsam mit der Evangelischen Akademikerschaft in Deutschland geplant hat.
Den Einführungsvortrag am Freitag um 19.00 Uhr hält Professor Dr. Rafael Capurro von der Hochschule der Medien Stuttgart und Direktor des Steinbeis-Transfer-Instituts Information Ethics („Ist das Internet ein hilfreiches Kommunikationsmittel oder der Eintritt in eine neue kulturelle Epoche?“). Capurro forscht insbesondere in den Bereichen Informationsethik, Medienphilosophie und Grundlagen der Informationswissenschaft.
Beteiligungs-Chancen des Web 2.0
Im Anschluss an eine Bestandsaufnahme zur Internetnutzung durch Dr. Jan-Hinrik Schmidt, Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg, geht es am Samstagvormittag um neue Beteiligungsmöglichkeiten im Web 2.0. Andrea Goetzke von der Agentur newthinking communications, Berlin, zeigt Beispiele dazu aus dem Bereich des politischen Engagements. Sie informiert über neue Initiativen in Blogs und Solidaritätsbewegungen, die ihre Nutzer zur Beteiligung einladen.
Wie können die Kirchen das Internet nutzen?
Am 24. September 2009 ist das neue Internetportal „evangelisch.de“ online gegangen, ein Projekt vom Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), in Kooperation mit den Landeskirchen, u. a. der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR). Mit seinem Mix aus Information und Austausch in einer Community will es neue Zielgruppen erreichen. Aber welche Chancen bietet das Internet insgesamt für die Kirchen? Die Online-Redakteurin Anna Neumann von der Internet-Arbeitsstelle der EKiR referiert dazu am Samstagnachmittag.
Die Internet-Welt der Digital Natives
Für Jugendliche ist der Alltag ohne Internet-Nutzung kaum vorstellbar. Ihre Nutzergewohnheiten und Erwartungen werden das Internet von morgen mitbestimmen. Vier Bonner Gymnasiasten geben den Tagungsgästen Gelegenheit, einen Blick in ihre persönliche Internet-Welt zu werfen. Ihr Praxisbericht wird ergänzt durch Studienrat Nils van den Boom, der insbesondere auf die Chance des Internets für die Pädagogik eingehen wird.
Das ausführliche Tagungsprogramm finden Sie am Schluss dieses Artikels zum Download.
hbl 28.10.2009
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