
Charles Darwin (1809 - 1882). Foto: Wikimedia Commons
Zum Darwin-Jahr 2009
Über Darwin hinaus?!
Die unabgeschlossene Geschichte des naturwissenschaftlichen FortschrittsDarwin: Kette der Mannigfaltigkeit des Lebendigen
Die Weltsicht eines jeden denkenden Menschen der westlichen Welt sei nach dem Erscheinen dieser Untersuchung eine ganz andere gewesen als zuvor, konstatierte 1994 der Evolutionsbiologe Ernst Mayr.
Darwin entwickelt in dieser Schrift eine Theorie über die Entwicklung der Arten im Lauf der Erdgeschichte, die für die Evolutionsforschung bis hin zur Genetik zur Grundage wurde. Durch seine Forschungen kam Darwin zu dem Schluss: "Der Mensch ist nicht die Krone der Schöpfung, sondern ein natürliches Glied in Kette der Mannigfaltigkeit des Lebendigen (...)".
Fragen bleiben
Bis heute gibt seine Evolutionstheorie aber weiter Anlass zu Fragen und zur Diskussion, denn die Biologie stößt dabei auch an Erkenntnisgrenzen. "So kann zum Beispiel die Evolutionstheorie nichts über die Entstehung des Lebens an sich aussagen", sagte Akademiedirektor Dr. Frank Vogelsang in einem epd-Gespräch.
Stehen seit Darwin Naturwissenschaften und Theologie in Konkurrenz bei der Deutung der Welt – oder eröffnen sie nur beide unterschiedliche Sichtweisen und komplettieren so einander?
Diese Frage spielte auch eine Rolle bei der Akademie-Tagung aus Anlass des Darwin-Jahres:
Über Darwin hinaus?! Beyond Darwin?!
Die unabgeschlossene Geschichte des naturwissenschaftlichen Fortschritts - The never ending Story of Scientific Progress
29. Juni 2009 - 1. Juli 2009
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Hinweis:
Der Deutschlandfunk hat in seiner Reihe "Studiozeit" über die Tagung berichtet.
Bericht und Podcast erreichen Sie über diesen Link.
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Informationen und Texte zur Tagung
Die Geschichte der Wissenschaft kann gelesen werden als eine ungebrochene Geschichte wissenschaftlicher Innovationen und der steten Erweiterung des menschlichen Wissens. Der wissenschaftliche Fortschritt gilt als ein Pfeiler eines wissenschaftlichen Weltbildes. Doch ist die Entwicklung der Wissenschaft wirklich so geradlinig, wie es das Bild nahe legt? Ist es nicht so, dass es immer auch Innovationen, neue Theorien gab, die nicht einfach nur das Alte verbesserten, sondern die ganz neue Wege einschlugen? Was heißt diese Entwicklungsfähigkeit für den Dialog zwischen Naturwissenschaften und Theologie? Kann die Wissenschaft ein eindeutiges Weltbild behaupten, dessen Pfeiler unverrückbar bestehen bleiben werden?
Die Auftaktveranstaltung im Zoologischen Forschungsmuseum König war Charles Darwin gewidmet.
Die Tagung setzt die Reihe der Kooperationen mit dem europäischen Verbund ESSSAT, dem Studienwerk Villigst und der Forschungsstätte der Evangelishen Studiengemeinschaft (FEST) fort. Wie bei den vorausgegangenen Tagungen wird es auch dieses Mal mehrere Workshops mit aktuellen Beiträgen zum Dialog zwischen Naturwissenschaften und Theologie geben.
Eine Reihe von Thesenpapieren der Referentinnen und Referenten sind hier auf unserer Internet-Seite nachzulesen.
Weiterlesen auf unserer Internet-Seite:
- zum Themenfeld Evolution und Schöpfung:
Die Evolutionstheorie und die Lehre von der Schöpfung - ein unüberbrückbarer Gegensatz?
Diese Frage stand im April 2007 im Mittelpunkt einer Akademie-Veranstaltung.
Mehr über die dort geführte Diskussion und Auszüge aus den Vorträgen finden Sie hier. - zur ESSSAT-Tagung 2005
Theologie und Naturwissenschaften
Das Verhältnis von Theologie und Naturwissenschaften ist in jüngerer Zeit wieder verstärkt ins Gespräch gekommen. Dabei hat sich das bisherige, zumeist am Paradigma der Physik orientierte Themenspektrum deutlich erweitert.
Im Bereich „Theologie und Naturwissenschaften“ findet dabei nicht nur eine thematische, sondern auch eine disziplinäre und methodische Pluralisierung statt. Allerdings ist der Grad der Vernetzung zwischen den verschiedenen Unternehmungen bislang nicht sehr hoch. Die Tagung bot eine Chance des Kennenlernens und Austauschens für all diejenigen, die sich um ein besseres Verständnis des Verhältnisses von Naturwissenschaften und Theologie bemühen. Es ging nicht nur darum, unterschiedliche Ansätze kennen zu lernen, sondern auch mit Personen ins Gespräch zu kommen, die in diesem Themenfeld agieren.
Die Thesenpapiere zum kostenlosen Download und weiteres Material finden Sie hier.
Inzwischen sind die Beiträge dieser Tagung auch in einem Band der Reihe Begegnungen dokumentiert:
Theologie und Naturwissenschaften
Eine interdisziplinäre Werkstatt
Hrsgg.: Frank Vogelsang, Hubert Meisinger, Andreas Losch, Thorsten Moos, Jan C. Schmidt, Ion-Olimpiu Stamatescu
(Begegnungen 18/2005)
Bonn 2006
ISBN 3-937621-15-6, € 12,00
bestellen - zur ESSSAT-Tagung 2007
Herausforderungen und Grenzen wissenschaftlicher Modelle in Naturwissenschaften und Theologie
Im 21. Jahrhundert scheinen die Naturwissenschaften die alleinige Deutungshoheit über das Verständnis unserer Wirklichkeit gewonnen zu haben. Im Gegenzug haben sich Geisteswissenschaften wie die Theologie im 20. Jahrhundert auf die Interpretation von Texten zurückgezogen. Jedoch gibt es gute Gründe, die Erklärungskraft der Naturwissenschaften für das Ganze der Wirklichkeit zu hinterfragen. Ebenso gibt es gute Gründe, auch die Theologie als eine weitere Quelle für die Interpretation der Wirklichkeit ins Gespräch zu bringen. Die Möglichkeiten, aber auch Grenzen der jeweiligen Disziplinen wurden auf dieser Tagung diskutiert.
Die Thesenpapiere zum kostenlosen Download und weiteres Material finden Sie hier.
Inzwischen sind die Beiträge dieser Tagung auch in einem Band der Reihe Begegnungen dokumentiert:
Herausforderungen und Grenzen wissenschaftlicher Modelle in Naturwissenschaften und Theologie
Zweite interdisziplinäre Werkstatt
Hgg.: Frank Vogelsang, Hubert Meisinger
(= Begegnungen 16/2007)
Dokumentation der Tagung 16/2007
Bonn 2008
ISBN 978-3-937621-22-7, 12,00 Euro
bestellen - zum Themenfeld Theologie und Naturwissenschaften in der Evangelischen Akademie im Rheinland
Einen Einblick in unseren Themenschwerpunkt "Theologie und Naturwissenschaften" können Sie hier gewinnen.
hbl 17.12.2009
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