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Podiumsdiskussion mit (v.l.n.r.) Prof. Vigener, Peter Rauen, dem Moderator Jürgen Döschner, Marianne Grosse und Rainer Schmeltzer
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Podiumsdiskussion mit (v.l.n.r.) Prof. Vigener, Peter Rauen, dem Moderator Jürgen Döschner, Marianne Grosse und Rainer Schmeltzer

Tagung in Bonn 

Fachpolitiker: Mehr gegen Langzeitarbeitslosigkeit tun

Die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit ist nach Einschätzung von Fachpolitikern über Jahre vernachlässigt worden.

Zu dem Problem habe die Politik lange geschwiegen, räumte der arbeitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag, Rainer Schmeltzer, am Donnerstagabend auf einer evangelischen Fachtagung in Bonn ein. Wenn die Betroffenen nicht auf dem ersten Arbeitsmarkt untergebracht werden könnten, "dann sollten wir sie verstärkt auf den sozialen Arbeitsmarkt zum Nutzen der Öffentlichkeit vermitteln", schlug Schmeltzer vor.

 


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Im Gespräch mit den Teilnehmern der Tagung: Prof. Vigener und Peter Rauen

 Der saarländische Arbeitsminister Gerhard Vigener (CDU) plädierte für eine regionale Arbeitsvermittlung. "Die Probleme des Einzelnen löst man nicht von weit weg aus Nürnberg, sondern nur direkt vor Ort", sagte er mit Blick auf die Bundesagentur für Arbeit. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Rauen verlangte "gezieltere Lösungen" für Menschen, die nicht vermittelbar scheinen. "Wir haben hier über Jahre zig Millionen Euro verpulvert", gab Rauen zu.

Die rheinland-pfälzische SPD-Politikerin Marianne Grosse sieht auch die Unternehmen in der Pflicht. "Wir müssen die Bereitschaft der Wirtschaft erneut wecken, diesen Menschen eine neue Chance zu geben", sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin ihrer Landtagsfraktion. Sie hob ebenso wie Raue die Bedeutung der Bildung als künftiges Steuerungsinstrument hervor: "Wer sich heute nicht qualifiziert, der wird kaum einen Platz auf dem Arbeitsmarkt finden."

 


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Brachten die Perspektive aus Rheinland-Pfalz und NRW ein: Marianne Grosse und Rainer Schmeltzer

 Auf der Fachtagung der rheinischen Kirche, der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe und des Bistums Trier diskutierten Fachleute aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft sowie evangelischer und katholischer Kirche über neue Modelle zur Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen. Zum Auftakt forderte Uwe Becker, Vorstandsmitglied der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, einen auf Dauer geförderten öffentlichen Beschäftigungssektor.

Quelle: Evangelischer Pressedienst, Landesdienst West


epd 12.09.2008


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