Evangelische Akademie im Rheinland

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Heike Dele Bull, Diplom-Psychologin und ehem. Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der FU Berlin
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Heike Dele Bull, Diplom-Psychologin und ehem. Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der FU Berlin

Heike Dele Bull 

Soziale Konflikte und Gewalt in Deutschland

Eine Situationsbeschreibung von Heike Dele Bull. Vortrag, gehalten im November 2006 auf der Tagung "Zivile Konfliktbearbeitung in Deutschland" der Evangelischen Akademie im Rheinland.

Gemeinsam mit der Evangelischen Akademie im Rheinland hatte die Plattform Zivile Konfliktbearbeitung  im November 2006 zur ersten größeren Tagung über Zivile Konfliktbearbeitung in Deutschland eingeladen.

Den Einführungsvortrag hielt Heike Dele Bull, Berlin,
über „Soziale Konflikte und Gewalt in Deutschland – Eine Situationsbeschreibung“.
Er ist am Schluss dieses Artikels als kostenloser Download bereitgestellt.

Was versteht man unter "Zivile Konfliktbearbeitung"?

Unter dem Begriff "Zivile Konfliktbearbeitung" ist ein breites Spektrum zivilen Engagements zusammengefasst.
Gemeinsam ist all diesen Projekten der Wille, gesellschaftliche Konflikte gewaltfrei, friedlich und konstruktiv auszutragen.
Zivile Konfliktbearbeitung wird auf kommunaler wie globaler Ebene als auch in der MigrantInnen-, Entwicklungszusammenarbeit, Jugendarbeit etc angewandt. Dabei bedient sie sich  einer Vielfalt an Methoden wie Mediation, der systemischen Arbeit, gewaltfreier Aktion, Kommunikation, Trainings und vielem mehr.

Fördert Austausch und Vernetzung: Die Plattform Zivile Konfliktbearbeitung 

Zahlreiche zivilgesellschaftliche Akteure in Deutschland haben sich in der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung zusammengeschlossen. Die Plattform hat sich zur Aufgabe gemacht, fachlichen Austausch zu fördern, gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit und Lobbyarbeit zu organisieren und die  internationale Vernetzung zu fördern. Zumindest für die Auslandsarbeit haben sich in den letzten Jahren Arbeitsstrukturen etabliert und staatliche Fördergelder stehen zur Verfügung. Darüber hinaus wurden spezifische Methoden entwickelt und können Erfahrungen systematisch und wissenschaftlich ausgewertet werden. 

Zivile Konfliktbearbeitung in Deutschland

Während sich für dier Auslandsarbeit in den letzten Jahren bereits Arbeitsstrukturen etabliert haben, ist die Situation in Deutschland selbst um noch immer um vieles komplexer. Im Unterschied zur Auslandsarbeit engagieren sich die Akteure in Deutschland in unterschiedlichsten Arbeitsbereiche, wie Schule, Gemeinwesen, Kommunen, Gewaltprävention, Bildungsarbeit, Arbeit mit Mitgrantinnen etc. Eine bundesweite Vernetzung gestaltet sich schwierig, da die meisten Aufgabenfelder in die Zuständigkeit der Länder oder Kommunen fallen und viele fachliche Vernetzungen nur auf der jeweiligen Gebietsebene organisiert sind. Darüber hinaus existieren oft sehr unterschiedliche, differenzierte Trägerstrukturen.


Tagungsdokumentation: Klußmann/Rieche (Hgg.): Zivile Konfliktbearbeitung

Veröffentlichung der Tagungsbeiträge in der Akademie-Reihe "Begegnungen"

Die zur Tagung erschienene Dokumentation bietet erstmals eine Zusammenschau zum Arbeitsfeld Zivile Konfliktbearbeitung im Inland.

Das Buch enthält die Referate der Tagung sowie die Ergebnisse der Workshops:

Jörgen Klußmann und Bernd Rieche (Hgg.):
Zivile Konfliktbearbeitung in Deutschland
(= Begegnungen 42/2006)
Bonn 2008
ISBN 978-3-937621-21-0
9,00 Euro (bei Bestellung über die Akademie zzgl. Porto).

Das Buch ist über den Buchhandel oder direkt bei der Akademie erhältlich.

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Den Einführungsvortrag hielt die Diplompsychologin Heike Dele Bull, Berlin. Dieser Vortrag ist hier zum kostenlosen Download bereitgestellt.
Die statistische Datenbasis des Vortrags stammt vom November 2006.

 

Zur Person

Heike Dele Bull ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Entwicklungswissenschaft und Angewandte Entwicklungspsychologie an der Freien Universität Berlin.
Ihr Diplom in Psychologie hat sie 2004 an der Universität Bremen abgelegt, darüber hinaus hat sie eine Weiterbildung zur Sozialtrainerin für Kinder und Jugendliche auf der Basis sozial-kognitiver Lerntheorien absolviert.

Seit 2006 liegt ihr Arbeitsschwerpunkt auf einem Kooperationsprojekt zur Früherkennung von schweren Formen von Schulgewalt sowie Ausbildung zur Multiplikatorentrainerin in einem bundesweiten
Sucht- und Gewaltpräventionsprogramm für Kindergärten (http://www.papilio.de/).

Dele Bull ist seit 2004 darüber hinaus freiberuflich für fairplayer e.V. tätig. Das Programm wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, etwas gegen Gewalt an Schulen und die Auswirkungen von Gewalt zu unternehmen sowie Kompetenzen von Jugendlichen zu stärken. Dele Bull engagiert sich dort u.a. in der Ausbildungsleitung und Multiplikatorenschulung.


hbl 13.04.2008


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