Evangelische Akademie im Rheinland

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Akademietagung thematisiert Zugänge zur Wirklichkeit in Naturwissenschaften und Theologie 

Erkenntnis der Wirklichkeit - nahezu alles bekannt oder tiefgründige Geheimnisse?

(Bonn, 9.6.2008) Wie kann man die Wirklichkeit umfassend beschreiben?

Diese Frage steht am kommenden Wochenende, 13. - 15. Juni 2008, im Mittelpunkt einer interdisziplinären Tagung der Evangelischen Akademie im Rheinland. Unter dem Titel „Wie realistisch sind die Wissenschaften?“ thematisiert sie unterschiedliche Wirklichkeitsauffassungen in Naturwissenschaften und Theologie. Sie nimmt dabei Bezug auf den Entwurf "Ordnung der Wirklichkeit“ des Physikers Werner Heisenberg (1901 – 1976).
 
Heisenberg kam im Zusammenhang mit seinen Forschungen zur Quantenphysik und der von ihm erstmals beschriebenen Unschärferelation zu dem Ergebnis, dass die Wirklichkeitswahrnehmung immer durch die Sichtweise des Beobachtenden beeinflusst wird. Er hat davon ausgehend eine Beschreibung der Wirklichkeit entwickelt, in der verschiedene und auf ersten Blick unvereinbare Zugänge miteinander in eine Beziehung gesetzt werden können.
 
„Wer das Verhalten eines Hasen erforscht, achtet auf etwas anderes als derjenige, der die chemischen Prozesse in einer Zelle dieses Hasen untersucht, und beide Beschreibungen unterscheiden sich erheblich von der Betrachtungsweise desjenigen, der den Hasen malt", fasst Akademiedirektor Dr. Frank Vogelsang unterschiedliche Zugangsmöglichkeiten in einem Alltagsbeispiel zusammen. In Kooperation mit dem Gesprächskreis Theologie und Wissenschaften an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal hat er, selbst Theologe und Naturwissenschaftler, die Tagung konzipiert.
 
Die auf der Tagung behandelten Disziplinen reichen von der Physik, über Biologie, Neurowissenschaften und Informatik bis hin zur Theologie. Die Beiträge kommen von dem Physik-Professor Dr. JÜRGEN AUDRETSCH, Universität Konstanz, von dem Biologen und Philosophen Privatdozent Dr. ULRICH KROHS, Universität Hamburg, von Professor Dr. ACHIM STEPHAN vom Institut für Kognitionswissenschaft der Universität Osnabrück, sowie von Dr. WALTER OBERSCHELP, Professor für Angewandte Mathematik an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, und dem evangelischen Theologen PD Dr. DIRK EVERS, Leiter des interdisziplinären Forums Scientiarum der Universität Tübingen. Dr. THOMAS GÖRNITZ, Professor für Didaktik der Physik an der Universität Frankfurt a. M., führt zu Beginn der Tagung in den Text von Heisenberg ein. 

Journalistinnen und Journalisten sind herzlich zur Teilnahme an den Vorträgen eingeladen.
Wenn Sie ein weitergehendes Interesse an dem Tagungsthema oder der Durchführung der Tagung haben, steht Ihnen Tagungsleiter Dr. Frank Vogelsang gerne für ein Gespräch zur Verfügung.
Das ausführliche Programm finden Sie am Schluss dieses Artikels zum Download.
 
Kontakt:
Hella Blum
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Evangelische Akademie im Rheinland
Haus der Begegnung
Mandelbaumweg 2
53177 Bonn
Tel.: 0228 9523 208
Mail


hbl 09.06.2008


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