Evangelische Akademie im Rheinland

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Resümee 

Die Zukunft sichern durch Energieeinsparung und Steigerung der Energieeffizienz

(Essen, Bonn, 26.6.2008) Energiesparen ist die ethische Herausforderung für die Zukunft,

so der Titel einer mit über 100 Personen gut besuchten Veranstaltung, die die Evangelische Akademie im Rheinland in Kooperation mit dem Haus der Technik, Essen, durchgeführt hat.

Bernd Warnat, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, machte deutlich, dass das Thema Energieversorgung für die Bundesregierung eine hohe Priorität habe. Das in Meseberg von der Bundesregierung verabschiedete Maßnahmenpaket befindet sich in der Umsetzung. Gesetze zur Stärkung der Kraft-Wärme-Kopplung oder das Erneuerbare Energien Wärme Gesetz sind schon verabschiedet. Maßnahmen zu einer nachhaltigen Klimapolitik werden auf nationaler und internationaler Ebene vorangebracht. Über die kurz- und mittelfristigen Maßnahmen hinaus werde aber auch an Konzeptionen gearbeitet, die die Nachhaltigkeit und damit auch die Option des Energiesparens zu einem integralen Bestandteil des politischen Handelns in Deutschland machen sollen.

Dr. Knut Zschiedrich, Mitglied im Vorstand der RWE Energy AG, zeigte auf, dass auch die Industrie beginnt, sich auf die künftige Knappheit der Energieträger einzustellen. Energiesparen werde als eine Herausforderung begriffen, die technische Innovationen auslösen und neue Geschäftsfelder erschließen kann. Die Märkte sind in Bewegung, so Zschiedrich, und die deutsche Industrie muss sich darauf einstellen, will sie nicht ihre Konkurrenzfähigkeit einbüßen. Es komme darauf an, Energieeffizienz zum Verkaufsschlager zu machen. So könne man unternehmerisches Interesse mit ethischer Orientierung verbinden.

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, betonte, dass Energiesparen nicht nur eine technische Herausforderung sei, sondern vor allem auch ein Problem unserer Lebensgestaltung, der Leitbilder und Werte in unserer Gesellschaft. Ein Wandel könne nur dann gelingen, wenn alle gesellschaftlichen Akteure mit einbezogen werden. Man müsse den Mut haben, sich Veränderungen offensiv zu stellen. Hier seien insbesondere auch die Kirchen angesprochen, so Schneider. Er rief dazu auf, beim Energiesparen sachgemäßes und menschenfreundliches Handeln miteinander zu verbinden. Zugleich warnte Schneider vor einer sozialen Schieflage. Es dürfe nicht sein, dass eine drastische Verteuerung der Energieträger immer mehr Menschen in eine Notlage führe. Damit ein Engpass in der Energieversorgung nicht gleichzeitig ein riesiges Gerechtigkeitsproblem entstehen lasse, sei eine kluge und vorausschauende Politik vonnöten, die besonders auf die Infrastrukturen achtet, die zum Leben notwendig sind.

Die Diskussion des Abends zeigte, dass alle in der Beurteilung übereinstimmten, dass die Lage ernst sei und zum Handeln zwinge. Unterschiedliche Meinungen gab es insbesondere über die Rolle erneuerbarer Energien und der Atomkraft. Doch unabhängig davon, wie man die Rolle alternativer Energiequellen beurteilte, einig war man sich in der Wichtigkeit einer höheren Energieeffizienz durch neue Technologien und Einsparungen durch ein verändertes Verhalten sowohl bei Produzenten als auch bei Verbrauchern. Es komme darauf an, ein gemeinsames Handeln aller gesellschaftlichen Akteure zu initiieren und durch Bildungsprozesse alle Menschen in der Gesellschaft einzubeziehen.

Kontakt:

Hella Blum
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Evangelische Akademie im Rheinland
Haus der Begegnung
Mandelbaumweg 2
53177 Bonn
Mail


hbl 26.06.2008


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