Neue Aufgabe für Kuratoriumsvorsitzenden
Dr. Markus Dröge in Berlin zum Bischof gewählt
Dr. Markus Dröge, Superintendent des Kirchenkreise Koblenz und Vorsitzender des Kuratoriums der Evangelischen Akademie im Rheinland, ist am Freitag, 15.5., zum neuen Bischof von Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz gewählt worden.Für das Amt hatten sich neben Dröge (54) die Erlanger Publizistik-Professorin Johanna Haberer (52) und der Leiter der Evangelischen Akademie zu Berlin, Dr. Rüdiger Sachau (52) beworben. Im letzten Wahlgang konnte sich Dröge auf der Landessynode mit 82 Stimmen und damit mit der notwendigen Zweidrittel-Mehrheit der 123 Landessynodalen gegenüber seiner noch verbliebenen Mitkandidatin Haberer durchsetzen.
Vor der "spannenden und spannungsreichen" Landeskirche, an deren Spitze er künftig steht, liegen viele Herausforderungen. Durch seine Erfahrungen als Superintendent sehe er sich aber für sein neues Amt gut vorbereitet, wird Dröge in der epd-Meldung nach seiner Wahl zitiert.
Bereits bei seiner offiziellen Vorstellung vor der Synode hatte er sich zu einem Protestantismus bekannt, der die "Vielfalt der Stimmen" zu Wort kommen lasse. Der künftige Bischof plädierte dafür, die im Reformprogramm der Landeskirche gesetzten Ziele "nachhaltig" zu verfolgen und die Spar- und Strukturprozesse "so solidarisch wie möglich" zu gestalten. Zudem trat er für eine stärkere Vernetzung von Gemeinden und Diakonie ein. Kirche müsse eine "glaubwürdige Anwältin der Ausgegrenzten sein", berichtet der epd weiter.
„Wir freuen uns über den Wahlerfolg von Dr. Markus Dröge und gratulieren ihm zu seinem neuen Amt“, sagt Akademiedirektor Dr. Frank Vogelsang. „In diese Freude mischt sich aber zugleich unser Bedauern, dass die Akademie nun ihren engagierten Kuratoriumsvorsitzenden verlieren wird.“
Dröge wird das Bischofsamt in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz im November 2009 antreten.
hbl 18.05.2009
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