Evangelische Akademie im Rheinland

Hier können Sie Kontakt aufnehmen Hier können Sie nach Artikeln oder Personen suchen Hier gelangen Sie zur Sitemap zurück zur Startseite
Bücher - die unabdingbare Grundlage der Literaturgespräche. Foto: www.photocase.com
kein Großformat vorhanden

Bücher - die unabdingbare Grundlage der Literaturgespräche. Foto: www.photocase.com

Auch im 1. Halbjahr 2010: Jour Fixe am Montag in der Akademie 

Literaturgespräche am Vormittag

Auch im ersten Halbjahr 2010 haben wieder Literaturgespräche am Vormittag an der Akademie stattgefunden. Im Mittelpunkt stand dieses Mal: Monika Marons Buch "Flugasche" und der Dokumentarfilm "Bitterfelder Bogen".

Als die DDR-Schriftstellerin Monika Maron 1981 ihren Debütroman „Flugasche“ fertiggestellt hatte, erschien er nur in Westdeutschland. In der DDR durfte das Buch, das sich erstmals ausführlich mit der Umweltproblematik in der DDR auseinander setzte, nicht erscheinen. Bitterfeld, die „dreckigste Stadt Europas“ als Hintergrund der Handlung – undenkbar für die Parteispitze der DDR.
Der Titel „Flugasche“ war keine Metapher, sondern hatte einen ganz realen Bezug – die Umweltverschmutzung rund um den großindustriellen Chemie-Standort Bitterfeld. Das dortige Kohlekraftwerk stieß täglich 180 Tonnen Flugasche aus, die auf die Stadt und ihre Einwohner herunterfielen. „Flugasche“ schildert dieses Szenario und den Gewissenskonflikt einer Reporterin zwischen Anpassung und Wahrhaftigkeit.

Fast 30 Jahre später greift Maron das Thema noch einmal auf. 2009 erscheint die Reportage „Bitterfelder Bogen“. Im gleichen Jahr wird sie mit dem Preis der Stadtschreiberin von Mainz geehrt und bekommt damit die Gelegenheit, einen Dokumentarfilm zu „Bitterfelder Bogen“ zu drehen. In Buch und Film schildert sie, wie es einer kleinen Gruppe von Idealisten gelang, die Region rund um Bitterfeld zu sanieren und zu „Solar Valley“ zu machen.

Bei den Literaturgesprächen wurden der Roman „Flugasche“ und der Dokumentarfilm „Bitterfelder Bogen“ besprochen.
Die Moderation hatte wieder die Filmkritikerin Clara Maria Schellhoss. Sie hat sich intensiv mit der Beziehung zwischen Literatur und Verfilmung auseinander gesetzt. Bereits seit 15 Jahren lädt sie regelmäßig im Godesberger Kinopolis zu Abenden mit „Film und Diskussion“ ein. Im ersten Halbjahr 2010 finden dieses Mal in Kooperation mit der Akademie statt.  
Die Literaturgespräche finden jeweils montags von 10.00 Uhr bis 12.15 Uhr statt. Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung bei Frau Schellhoss möglich. Tel.: 0228/31 27 76.

Hochauflösendes Bild in neuem Fenster

Blaubart mit dem Schlüssel. Holzschnitt von Gustav Doré (1862). Wikipedia Commons


hbl 15.02.2010


© EKiR.de 2006

Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung