Evangelische Akademie im Rheinland

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Jochen Büchel

Elemente einer Bildchemie

zum Vortrag

  1.1 Programmatik

Die Aufnahme von Nahrung im Körper durch Umwandlung bzw. Verdauung und  Nahrungsresorption im Magen, d.h. das Phänomen der Assimilation, erhält die meisten Arten von Lebewesen alltäglich am Leben. Dieser Prozess wird seit der Entstehung der quantitativ orientierten Chemie mit der Aufklärung zu Beginn des 17. Jhs. zunehmend als mechanistischer Stoffwechselvorgang beschrieben. An diesem physiologischen Phänomen entbrannte zwischen den atomistischen Iatrophysikern und den Paracelsisten ein bis ca. 1752 andauernder Streit, ob diese lebenserhaltende Stoffumwandlung in der Physiologie, die der abschliessende und entscheidende Teil des Verdauungsvorgangs ist, eher anhand separater Korpuskeln oder vielmehr durch Geistwirkung zu verstehen sei. Noch bis zu Anfang des 19. Jhs. diskutieren einzelne Naturforscher in der Romantik das Phänomen, dass vermeintlich Unbelebtes, “Anorganisches”, durch die Assimilation zu offensichtlich belebten Lebewesen werden. Neben der Frage nach dem Wandlungsphänomen der Nahrungsintegration in den Körper stellt sich zudem die Frage nach dem Grad und dem Grund der Organisationsfähigkeit, die den reagierenden Substanzen zugesprochen werden muß.[1]

Lebewesen simulierende Automaten wie die nach ihrem Konstrukteur benannte Vaucanson‘sche Ente auf der einen Seite und kosmologisch-metaphysische Einheitssysteme der Paracelsisten mit dem Archeus als “inneren Alchemsiten” auf der anderen, reflektierten den Streit der Weltbilder dieser grossen Läger der Wissenschaftskultur, der vom Aufkommen der Mechanisten mit René Descartes (1596-1650) als Gallionsfigur bis ins 18. Jh. zu Antoine-Laurent de Lavoisier (1743-1794) und Boerhaave (1668-1738) reicht.

Die vorliegende Studie prüft die konkurrierenden Konzepte am Beispiel der mechanischen Ente und der spirituellen Naturtheorie der Paracelsisten auf ihre Stimmigkeit und Potenz zur Beschreibung dynamischer Vorgänge. Letztere steht im Mittelpunkt, da es gilt, ihre logische Stimmigkeit trotz Metaphorik und phantastisch anmutender Bildlichkeit zu erweisen.

1.2 Methode und Strategie

Die Analyse und Evaluation der Bildsprache frühneuzeitlicher Konzepte der Chemomedizin wird anhand von Schlüsselbegriffen und Illustrationen vollzogen, die den Prozess der Assimilation von Nahrung bei Verdauungsvorgang in kosmologischem Zusammenhang beschreiben. Am Beispiel dieses Vorgangs, können sowohl Theorie als auch Darstellbarkeit der organismischen Transformation von Stoffen durch Versinnbildlichung der daran beteiligten Energien und Stoffbeziehungen geprüft werden. Da die nährenden Bestandteile der Nahrung zu einem Teil des aufnehmenden Organismus werden, stellt sich die Frage nach einem Zusammenhang zwischen Individualität und Stofflichkeit der an den Vorgängen beteiligten Körpern als auch der Wahrnehmungsinstrumente der Forscher und rechtfertigt den Arbeitstitel “Psychologie der Materie” dieser Studie. Richtschnur der vorliegenden Untersuchung ist der Anspruch, zumindest Elemente eines möglicherweise umfassenderes Verständnis für die Ordnungszusammenhänge einer Reaktion zu identifizieren.

Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt einerseits auf der chemisch orientierten Naturphilosophie des flämischen Pioniers der Biochemie Johann Baptista van Helmont[2] (1579-1644), sowie andererseits auf dem mit aussergewöhnlichen Bild-Schemata illustrierten Naturverständnis und der Kosmologie des britischen Paracelsisten Robert Fludd (1574-1637). Beide Forscher beschrieben universelle Naturwissenschaft und naturphilosophische Mystik in Zeiten des sich ausbreitenden mechanistischen Weltbildes. Sie eignen sich für diese Studie besonders, weil in ihren Werken jeweils ein Prinzipienmechanismus bzw. eine Bildkosmologie in besonders reifer Form vorliegt. Als eine Art Höhepunkt wird im Verlauf dieser Untersuchung versucht, Elemente einer chemischen Bildsprache zwischen 1600 und 1750 ausfindig zu machen, die den vernetzten Strukturen einer naturphilosophisch-metaphysischen Kosmologie entsprechen. Da die Betrachtungen eher systematisch-vergleichend sind, steht eine eingehende Quellenanalyse nicht im Zentrum dieser Arbeit.

Der Prozess der Verdauung eignet sich als Beispiel für eine Betrachtung aus Sicht der frühneuzeitlichen Chemie besonders, weil mit van Helmont und Fludd zwei prominente Vertreter der paracelsischen Chemophilosophie im Übergang von der Spätrenaissance zur Aufklärung im Barock in den Blick kommen, die den experimentellen Nachweis von wissenschaftlichen Hypothesen und ein Verständnis für Mechanismen, mit religiösen Weltbildern zu verbinden versuchten. Dies soll helfen, ausgehend von einem Verständnis für Möglichkeiten und Grenzen einer dualistisch-positivistischen Weltanschauung, ergänzende oder grundlegendere Prinzipien eines monistisch-naturphilosophischen Prozessverständnisses ausfindig zu machen. Es geht also nicht darum, ein heutzutage ganzheitlich genanntes Weltbild gegen ein nur mechanistisches Naturverständnis auszuspielen, sondern vielmehr um den Versuch, die medizinische Chemie bzw. Kosmologie in der Tradition des Paracelsus und Ficino als Disziplin zu charakterisieren, die monistische Bezugssysteme Naturvorgängen unterlegt um grössere Zusammenhänge, die Mechanismen zugrundeliegen, darzustellen. Dabei wird sich die Mischung aus spätantiker, neuplatonischer Psychologie mit Biologie und Meteorologie des Aristoteles sowie Schöpfungstheorien als entscheidende Grundlage einer eigenständigen Systematik erweisen. Dies könnte bedeuten, dass es Wissenschaftssysteme gibt, die in der Lage sind, Sinnfragen in die Biowissenschaften zu integrieren und auf organismische Prozessabläufe anzuwenden. Damit wird letztlich auch die klassische Grenze zwischen Organik- und Anorganik hinterfragt und auf Möglichkeiten hingewiesen, Naturwissenschaft und Metaphysik wieder zusammenzuführen.

Um die Unterschiede der Konzepte klar herausstellen zu können, wird als ein roter Faden der Studie die mechanistische Deutung der Kartesianer mit derjenigen der Paracelsisten kontrastiert. Das Hauptaugenmerk der Untersuchung richtet sich in ihrem Verlauf dann immer stärker auf die neuplatonische Metaphern- und Bildsprache des medizinisch-philosophisch orientierten Zweigs der Chemie im 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts. Dabei wird als Methode eine Kombination von Perspektiven wissenschaftsgeschichtlicher, bildtheoretischer sowie spekulativ-naturphilosophischer Prägung angewandt. Damit werden gleichzeitig Bedeutung und vor allem Leistungsfähigkeit der metaphorischen und symbolträchtigen Iatrochemie überprüft: Kann diese Chemiekultur dynamische Systeme in ihren Relationen besser beschreiben als Skizzen und Theorien von korpuskularen Anordnungen?

Im Verlauf der Untersuchung wird sich zeigen, ob die Bildersprache der Metaphern, neben ihrer Hauptwirkung des Verweisens, zusätzlich unmittelbare Bezüge aufstellen kann. In Ergänzung zur bis heute erfolgreichen mechanistischen Wechselwirkungstheorie namens Schlüssel-Schloß Prinzip und induced fit Theorie, die von nur begrenzt flexiblen Atomverbänden als Moleküle ausgehen, steht hier also die Begutachtung der Potenz von Modellen kosmologisch orientierter Medizin im Vordergrund, die über ein anderes Substanz und Raumverständnis verfügen. Dies soll zum Einen zur Klärung der Charakteristik von Stoffwechselprozessen beitragen, darüber hinaus aber auch Hinweise auf fruchtbare Wege zutage fördern, organismische Ordnungs- und Ensemblegefüge mittels einer ästhetisch-psychologischen Chemie darzustellen. Dieser Ansatz scheint nötig, da zu prüfen ist, ob eine Erweiterung der Vorstellung von unbeseelten Stoffen, deren Reaktionen nur durch quantitative Messungen beschrieben werden können, mit der Annahme von spirituellen Wesenheiten, deren Raum-Zeit Verständnis eher zirkulär und mit Heilsvorstellungen verknüpft ist, zu einem besseren Verständnis der komplexen Verhältnisse in der belebten Natur führt.

Zu den einzelnen Kapiteln:

Im zweiten Kapitel wird zunächst die “Ente” von François de Vaucanson aus dem Jahre 1738 vorgestellt, die die zentrale These der Mechanisten vom Organismus als „Uhrwerk“ illustrieren soll. Nach deren Auffassung besteht auch eine lebendiger Körper ausschließlich aus besonders kompliziert zusammengesetzen Teilen reiner Ausdehnung, sogenannter res extensa. Dieses maschinelle Tier war einer der spektakulärsten Automaten des achtzehnten Jahrhunderts, der, vorwiegend aus anorganischen Materialien und Bauteilen zusammengesetzt, eine möglichst perfekte Kopie des Entenorganismus darstellen sollte. Die Grenze von Unbelebt und Belebt sollte so zunächst in Frage gestellt und aufgelöst werden, um schließlich den Konstrukteuren auch das Terrain der belebten Natur zugänglich zu machen. Ohne Annahme einer speziellen Lebenskraft bzw. Seele, nur durch die Kombination von Anordnung und Beweglichkeit passiver Teile, wollten vor allem René Descartes und Julien Offray de La Mettrie (1709-1751) Naturvorgänge verstanden wissen und damit Quantifikation und Messbarkeit zu den wesentlichen Grundpfeilern der Wissenschaften machen. Mit Hilfe von Axel Sutters “Göttliche Maschinen”3[3]und Jessica Riskins Artikel “The defecating duck”[4][5], in denen die neuartigen “physiologischen” Automaten beschrieben werden, wird die materialistisch- mechanistische Position kritisch beleuchtet.

An dieser Pionierleistung der Konstrukteurskunst, mittels eines Automaten nicht nur das äußere Erscheinungsbild von Lebewesen, sondern gar ihr Innenleben zu simulieren, werde ich mit Bezug auf zwei Aufsätze von Horst Bredekamp zusätzlich deutlich machen, dass außer naturphilosophischen Überlegungen auch und gerade psychologische Aspekte der menschlichen Selbstwahrnehmung und Einschätzung seiner Möglichkeiten für die Faszination der Maschinendoktrin entscheidend sind. Durch effektvolle Inszenierungen, die vielleicht sogar für das Publikum die eigentliche Faszination des Mechanischen ausmachen, zur vollen Wirkung auf den staunenden Betrachter gebracht, spielen sie eine entscheidende Rolle bei Verbreitung und Akzeptanz dieses Weltbildes.

Vor dem Hintergrund der Trennung von res extensa und res cogitans, die sich seit Descartes zunehmend massiv auf das Verständnis von Stoffwechselprozessen auswirkte und immer weiter ausbreitete, werden im dritten und im vierten Kapitel die neuplatonisch-stoisch geprägten physiologischen Theorien der Paracelsisten im 17. und 18. Jahrhundert und ihre Metaphorik im Vergleich vorgestellt. Werke von Johann Baptist van Helmont und Robert Boyle (1627-1691) bis hin zu Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716), d.h. aus dem letzten Jahrhundert vor Antoine-Laurent de Lavoisier (1743-1794) werden beleuchtet, da bei diesen Autoren spirituelle Vorstellungen neben mechanistisch-empirischen weiterhin Bedeutung haben und keinesfalls schlagartig die eine durch die andere Theorie ersetzt wird, obwohl einige wie Boyle und Leibniz in der Chemiegeschichtsschreibung oft als Gegner einer philosophischen Chemie beschrieben werden. Die aktuellen Abhandlungen von Antonio Clericuzio über Prinzipien der Chemie im 17. Jh.5, von Allison Coudert, die das geistige Umfeld der christlichen Kabbala in Deutschland und England beschreibt, sowie Hubertus Busches Abhandlung zu Leibniz‘ Perspektivtheorien, bieten beste Voraussetzungen, die wichtigsten Tendenzen dieses interessanten Zeitraumes neu zu betrachten.[6]Die Begriffe “Archeus”, “Samen” und “Ferment” aus dem Umfeld des Paracelsismus, die alle zunächst metaphorischen Charakter aufzuweisen scheinen, sowie eine Serie von naturphilosophisch-metaphysischen Diagrammen, stehen im Mittelpunkt der Analyse. Diese Begriffe und die sich dahinter verbergenden Vorstellungen der Iatrochemiker ermöglichen einen tiefen Einblick in die mikrokosmische Perspektive der Transmutation im Verlauf der Assimilation. Sie postulieren eine Wandlung der Nahrung in “höhere” Stoffe d.h. intensiver beseelte Materie sowie Wahrnehmungsfähigkeit von Materie (Böhme/ Böhme, 1996)[7].[8]Speziell der damit verbundene Versuch der physikotheologisch inspirierten Chemiker und Mediziner seit Ficino, geistig-transzendente Faktoren einerseits und Naturhaftes andererseits durch analogische Kopplung zu verbinden, wird mit Hilfe von Thomas Leinkaufs Abhandlung “Mundus combinatus” zur barocken Universalwissenschaft dargestellt.8 Letztere zeichnet sich durch vielfachen Rekurs auf antike und spätantike Autoren und deren Weisheitslehren aus. Es wird zu bestimmen sein, ob dem System der drei Prinzipien Same, Ferment und Archeus ein beschreibbares Verhältnis innewohnt, das den Vorgang der Wandlung organischer wie anorganischer Nahrungssubstanz in die zu ernährenden Körper nicht-mechanistisch beschreiben kann.

Die wichtigste rein chemiehistorische Primärquelle, die in dieser Studie im vierten Kapitel behandelt wird, ist die iatrochemische Kompilation “Aufgang der Artzney-Kunst” von 1683[9].[10] Sie versammelt verschiedene Werke des flämischen Mediziners Johann Baptista van Helmont und wurde von dessen Sohn Franciscus Mercurius sowie dem Universalgelehrten und Dichter Christian Knorr von Rosenroth vom Sulzbacher Hof übersetzt und herausgegeben. Dieses Werk eignet sich besonders gut für den Ansatz dieser Studie, da sowohl sprachlicher Stil als auch das dargestellte Naturbild als von gereifter und hoher Qualität gelten. Die naturmystischen Vorstellungen, die sowohl biblisch als auch kabbalistisch begründet sind, bieten eine Naturauffassung mit einem heilsgeschichtlichen Horizont, die anhand der Ausführungen von Coudert, Pagel, Leinkauf und Schmidt-Biggemann über den Einfluss spiritueller Weltbilder im 17. Jahrhundert skizziert wird. Verschiedene Artikel, u.a. von Vilem Mudroch, Stephan Meier-Oeser und Allison.P. Coudert im Ueberweg zur Philosophie des 17. Jhs.10 sind weitere, aus meiner Sicht unverzichtbare, Sekundärquellen zu dieser Thematik, ohne die ein echtes Verständnis für Forscher des 21. Jahrhunderts kaum möglich ist. Da ich eine tiefes Verständnis der skizierten Weltbilder für wesentlich halte, rechtfertigt sich aus meiner Sicht, der Einsatz und der hohe Rang, den ich diesen aktuellen Quellen für diese Studie einräume.

Im Zusammenhang mit der Rezeption des Johann Baptist van Helmont steht eine zweite zentrale Primärquelle, die Hypothesis physica nova (1670) von Leibniz, die ebenfalls von Knorr von Rosenroth im Jahr 1680 ins Deutsche übersetzt worden ist. In diesem  Schriftstück führt ihr Autor die mechanistische Weltauffassung eines Robert Hooke mit den spirituellen Dimensionen der Alchemie und den Thesen des Johann van Helmont nah aneinander. Möglicherweise ist dies ein  Kupplungsstück für eine Weiterentwicklung des Paracelsismus bis in die heutige Zeit, die die Wissenschaft aus dem Blick verloren hat. Gegen Ende des 4. Kapitel werden Schlaglichter auf den Hartlib Zirkel in Oxford geworfen, durch den Robert Boyles Interesse an chemisch-paracelsischen Prinzipien in körperlichen Vorgängen geweckt wurde. Das Engagement einiger weiterer Pioniere der neuzeitlichen Wissenschaften führte zu einer zwar insgesamt abnehmenden, aber dennoch kontinuierlichen Weiterentwicklung des Paracelsismus bis ca. 1748.

Neben dem Ordnungssystem Mikro-/ Makrokosmos spielt die Theorie eines den Substanzen innewohnenden psychisch anmutenden “Selbst” eine wichtige Rolle in der Naturphilosophie des van Helmont sowie vor allem bei Francis Glisson. Eine solche unbewusste Körperseele bzw. Seelensubstanz eröffnet Möglichkeiten einer Debatte zur Wahrnehmungsfähigkeit von Substanzen und damit zu der Vorstellung einer “Kommunikation” unter Stoffen während einer Reaktion, wie sie schon früher Fracastoro und Fernel vertreten hatten. Eine solche Theorie des Stoffwechsels führt zu einem dynamischen Prozessverständnis, weil mit ihr womöglich Orientierung und Ablauf mehrstufiger Vorgänge mit abschliessender Assimilation durch Bewusstseinsphänomene und übergeordnete Zusammenhänge erklärt werden können. Da der geistesgeschichtliche Hintergrund der iatrochemischen Weltbilder von Ficino und Paracelsus kosmologisch ist, und dies sowohl bei den Prinzipien der Naturphilosophie rund um den Archeus, als auch im Naturverständis Robert Fludds eine grosse Rolle spielt, bedarf es einer Darstellung der Theorien von Weltseele und Pneuma. Dies geschieht im Rahmen ihrer antiken Tradition in den Kapiteln 4.1 und 4.2. Es handelt sich um Modelle und Vorstellungen aus der stoischen, gnostischen, neuplatonischen aber auch kabbalistischen Tradition, welche die Beziehungen zwischen Kräften des Kosmos als von Effektoren vermittelt verstehen. Gerade die Schöpfungsmythen der Kabbala spielen bei theosophisch orientierten Medizinern wie Fludd eine grosse Rolle.

 



[1] Breidbach, O., Die Materialisierung des Ichs, Zur Geschichte der Hirnforschung im 19. und 20. Jahrhundert. Suhrkamp 1997. S. 50.

[2] Halleux, R., Helmontiana, in: Mededelingen van de Koniklijke Academie voor Wetenschappen, Letteren en Schonen Kunsten van België, Nachdruck aus Academiae Analecta, AWLsK Klasse der Wetenschappen, Jaargang 45, Nr. 3. Brüssel 1983. S. 37.

[3] Sutter, Axel, Göttliche Maschinen, Athenäum, Frankfurt 1988.

[4] Riskin, J., The Defecating duck, or, the Ambigious Origins of Artificial Life,  Critical Inquiry 29 (Summer 2003).  S. 599-633.

[5] Clericuzio, A., Elements, Principles and Corpuscles, Archives internationales d`histoire des idées, Kluwer, Dordrecht 2000.

[6] Coudert, Allison P., The impact of the kabbalah in the seventeenth century, Brill Leiden 1999; Busche, H., Leibniz` Weg ins perspektivische Universum, Meiner, Hamburg 1997.

[7] Böhme, G., Böhme, H., Feuer, Wasser ,Erde, Luft: Eine Kulturgeschichte der Elemente, Beck, München 1966. S. 208f; Pagel, W., J.B.  van Helmont als Naturmystiker, in: Faivre, A.,  Zimmermann, R.C., Epochen der Naturmystik, Schmidt, Berlin 1979. genauere Angaben wie Textstellen folgen in den kommenden Kapiteln.

8 Leinkauf, T., Mundus combinatus, Studien zur Struktur der barocken Universalwissenschaft am Beispiel Athanasiua Kirchers SJ (1602-1680), Akademie Verlag, Berlin 1993.

[9] Helmont, Johann Baptista van, Aufgang der Artzney-Kunst, Hrsg: van Helmont, Mercurius, Übersetzung u.a. des ortus medicinae: Knorr von Rosenroth, Christian, Sulzbach1683, Reprint Kösel,  München 1971. Siehe Nachworte von Kemp und Pagel in: a.a.O. Genaue Literaturangaben folgen an den passenden Stellen.

10 Ueberweg, Grundriss der Geschichte der Philosophie, Die Philosophie des 17. Jhrd., Hg.: Holzey, Schmidt-Biggemann, Mudroch, Bd 4, §1, Schwabe, Basel 2001.


Dr. Jochen Büchel, München 03.06.2005


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