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Gemeinsame Presseeinladung von Evangelischer Akademie im Rheinland und Evangelischem Kirchenkreis Koblenz

Zivil-militärische Zusammenarbeit - Stein des Anstoßes oder notwendige Ergänzung internationaler Bemühungen zur Friedenssicherung?

Friedensethischer Studientag mit Ulrike Merten und Jürgen Trittin thematisiert politische Strategien der zivil-militärischen Zusammenarbeit

(Bonn, 2.11.2007) Die Bundespolitiker Ulrike Merten und Jürgen Trittin sind am 20. November 2007 Podiumsteilnehmer bei einer Diskussion zur Bedeutung der zivil-militärischen Zusammenarbeit als Konfliktlösungsstrategie bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr. Die Podiumsdiskussion wird geführt im Rahmen des Studientages „Wer kommt, wenn die Soldaten gehen?“, zu dem die Evangelischen Akademie im Rheinland, der Kirchenkreis Koblenz und die Evangelische Militärseelsorge in das Zentrum für Innere Führung der Bundeswehr nach Koblenz einladen.

Der Studientag fragt nach den Rahmenbedingungen und politisch sinnvollen Strategien für das Eingreifen von militärischen Einsatzkräften bei gleichzeitiger ziviler Konfliktbearbeitung und humanitärer Hilfe in Krisengebieten. Die zivil-militärische Zusammenarbeit ist aus militärischer Sicht eine notwendige Unterstützung für die eingesetzten Truppen und eine zweckmäßige Ergänzung internationaler Bemühungen zur Friedenssicherung. Doch die zivilen Gruppen fühlen sich häufig erst durch die Anwesenheit von Truppen in Gefahr. Welche Erfordernisse muss zivil-militärische Zusammenarbeit erfüllen, um wirklich zur Friedenssicherung beizutragen?

Der Studientag stellt diese Frage vor dem Hintergrund, dass die Zahl der Auslandseinsätze der Bundeswehr steigt und damit auch die potentielle Gefahr der Verwicklung in harte, militärische Auseinandersetzungen. Im Aktionsplan der Bundesregierung für Zivile Konfliktbearbeitung und dem Weißbuch des Bundesverteidigungsministeriums klingen unterschiedliche Strategien im Umgang mit gewaltsamen Konflikten an. Auf der einen Seite geht es um eine zivile Komponente der Konfliktbearbeitung, die vor allem für die Prävention und die Nachkriegsphase von Bedeutung ist. Auf der anderen Seite wird deutlich, dass die Einbindung in militärische Bündnisse wie der NATO Deutschland auch stärker als bisher in die Pflicht nimmt und zu Kampfeinsätzen zwingt.  

Verantwortliche aus dem politischen Bereich und der Bundeswehr legen ihre Sicht ebenso dar wie in der Friedens- und Konfliktforschung profilierte Akteure: Botschafter Friedrich Däuble, Beauftragter für Zivile Konfliktprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung im Auswärtigen Amt, geht auf Chancen und Perspektiven des Aktionsplans Zivile Konfliktbearbeitung ein. Der Arbeitsbereichsleiter Sicherheitspolitik im Planungsstab des Bundesministeriums für Verteidigung, Oberst i.G. Rainer Meyer, erläutert das Weißbuch des Bundesverteidigungsministeriums. Die Einsatzrealität in Afghanistan schildert Brigadegeneral Erhard Bühler vom Führungsstab der Streitkräfte IV. Die Position der Friedens- und Konfliktforschung machen Angelika Spelten von der Gruppe Friedensentwicklung (FriENT) und Professor Dr. h.c. Jörg Calließ von der TU Braunschweig geltend. Kontroverse politische Positionen bringen Merten, SPD-Abgeordnete und Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, und Trittin, stellvertretender Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, ein.

Dienstag, 20. November, 14.00 bis 17.00 Uhr
Baudissin-Forum im Zentrum Innere Führung
Von-Witzleben-Straße 17, 56076 Koblenz
Ausführliches Programm  hier.

Die Teilnahme für Journalisten ist kostenlos. Voranmeldung erbeten. Über eine Vorankündigung in Ihrem Medium freuen wir uns.

Kontakt:
Hella Blum
Evangelische Akademie im Rheinland, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mandelbaumweg 2, 53177 Bonn
Tel.: 0228 9523 208, Fax: 0228 9523 250
mailto:hella.blum(at)akademie.ekir.de  

http://www.ev-akademie-rheinland.de


hbl 06.11.2007


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