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Tagung Nr. 38, 24. - 25.10.2008 - Themenfeld Kirche, Soziale Gerechtigkeit

Wasser-Armut - Wasser-Wirtschaft - Wasser-Reichtum

Die Zukunft der Ressource Wasser

Obwohl unser Planet von riesigen Ozeanen bedeckt ist, wird nutzbares Wasser zum zunehmend knappen Element. Schon im Jahr 2025 wird nach seriösen wissenschaftlichen Schätzungen eine weitaus größere Fläche der Erde als heute entweder von ökonomischer oder physikalischer Wasserknappheit betroffen sein. In erster Linie ist dafür menschliches Wirtschaften verantwortlich. Neben den extremen Schwankungen im Wasserhaushalt der Atmosphäre und weitflächigen, tiefreichenden Meeresverseuchungen hat die industrielle Ausbeutung von Rohstoffen und fossilen Energieträgern zu einschneidenden Eingriffen in die Süßwasserreserven geführt. Bleibt der Menschheit noch Zeit, um zur Besinnung zu kommen? Lässt sich der durch Wenige angerichtete Schaden wieder gut machen oder müssen alle mit den Folgen leben?

Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) berät im November 2008 über die Folgen des Klimawandels am Beispiel des globalen Wasserhaushalts und wird eine Einschätzung der Konsequenzen für Kirche und Gesellschaft vornehmen.

Die Akademietagung nimmt im direkten Vorfeld der EKD-Synode regionale rheinische Wasser-Probleme in den Blick, etwa die Folgen des Braunkohle-Tagebaus für die Grundwasserströme vom linken Niederrhein bis zur holländischen Grenze oder die Bedrohung hochwertiger Trink- und Mineralwasser-Quellen durch Agrochemie-Einsatz in der Intensivlandwirtschaft. In allen diesen Fällen ist ein Umdenken und Umlenken dringend erforderlich. Die Tagung bietet die Gelegenheit, sich an dem Gespräch rheinischer EKD-Synodenmitglieder mit Fachleuten u.a. aus staatlicher und privater Wasserwirtschaft, Bergbau und Landwirtschaft sowie mit umweltpolitischen Verantwortungsträgern zu beteiligen.

Zu den Referenten

Oberkirchenrat Klaus Eberl
Geb. 1955. 1984 – 2007 Pfarrer in Wassenberg, 1994 – 2007 Superintendent des Kirchenkreises Jülich. Seit 2001 nebenamtliches theologisches Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), seit 2007 Oberkirchenrat der EKiR, Leiter der Abt. IV „Erziehung und Bildung". Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), seit 2005 deren stellvertretender Präses.

Frank Kürschner-Pelkmann
Geb. 1949. Diplom-Politologe. 1975 -1996 beim Evangelischen Missionswerk in Deutschland (EMW) tätig, vorwiegend im Bereich Förderung von Medienprojekten in der Dritten Welt. Arbeitet seit 1996 als freier Journalist. Arbeitsschwerpunkte z. Zt: internationale Wasserthemen, ökologische Fragen, Kommunikation, die Debatte um die Globalisierung sowie Themen der Kirchen der Welt.

Dr. rer. soc. Gerlind Schneider
Nach Studium und Berufstätigkeit in der Erwachsenenbildung Arbeit als Entwicklungsfachkraft in Projekten der Gemeinwesenarbeit in Papua-Neuguinea und in Simbabwe. Seit 2002 beim EED, Referat Asien und Pazifik, schwerpunktmäßig tätig in der Projektbearbeitung, seit zwei Jahren als Beraterin von Partnerorganisationen im Programm „Wasser und Demokratie“ in Südasien eingesetzt.

Dipl.-Geoökologe Stefan Simon
Studium der Geoökologie an der Technischen Universität Braun-schweig. 1996 – 2001 Dezernent im Fachbereich ‚Grundwasser, Menge und Güte’ (Entwicklung von Grundwassermodellen, Wasserwirtschaftliche Planung, Folgen des Lagerstättenabbaus) im ehem. Landesumweltamt Nordrhein-Westfalen, Essen. 2001 – 2005 Referent für Naturgefahren (Entwicklung von Risikomodellen, Ermittlung von Hochwasser-Schadenspotenzialen) bei der Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft AG, Köln. Seit 2005 Leiter der Abteilung Grundwasser beim Erftverband, Bergheim.

Tagungsleitung:
Landespfarrer Peter Mörbel
Studienleiter
Tel.: +49/(0)2 28/95 23 202
Mail an Peter Mörbel

Tagungssekretariat:
Margit Korsch
Tel.: +49/(0)2 28/95 23 203
Mail an Margit Korsch

zur Anmeldung


Peter Mörbel 06.10.2008


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