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09-2007/ 23. - 24. Februar 2007

Visionen von der besseren Gerechtigkeit

Zukunftsperspektiven des Sozialstaats und der sozialen Marktwirtschaft

In Kooperation mit der Evangelischen Akademikerschaft in Deutschland, Landesverband Rheinland

Der Sozialstaat, dessen Leistungskanon für seine Bürger und insbesondere seine Wirtschaftsform stehen in einer Bewährungsprobe. Eine immer mehr vom ökonomischen Liberalismus geprägte Weltwirtschaft wird auch in Deutschland als Argument für einen „schlanken“ Sozialstaat benutzt. Doch: Wieviel Ungleichheit verträgt die Demokratie? Wieviel Staat brauchen wir, um den sozialen Frieden zu gewährleisten?

Die Tagung will sich der Frage nach dem Sozialstaat der Zukunft stellen und Entwicklungsperspektiven der Sozialen Marktwirtschaft diskutieren. Was hat zum Erfolg dieses Wirtschaftsstils beigetragen? Kann die Soziale Marktwirtschaft auch künftig noch das tragende Leitbild für menschengerechtes Wirtschaften sein?

Welche Chancen liegen etwa im Modell der Suffizienzwirtschaft, die ihren Erfolg nicht am Wachstum misst, sondern an Kriterien der Nachhaltigkeit und einer ausreichenden Versorgung?

Nach Grundlageninfomationen über die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft und ihre historische Entwicklung sollen den aktuell brennenden Fragen nach besserer Verteilungsgerechtigkeit, Teilhabe- bzw. Chancengerechtigkeit nachgegangen und alternative Modelle menschengerechten Wirtschaftens diskutiert werden.

Neben Fachvorträgen und Plenumsdiskussionen wird in Arbeitsgruppen Gelegenheit zum Austausch zu den Themen Grundsicherung, Suffizienzwirtschaft und Sozialstaat der Zukunft sein.

Zu den Referenten:

Prof. Dr. Christoph Butterwegge
M.A. (Philosophie), 1980  Promotion zum Dr. rer. pol., 1990 Habilitation im Fach Poli-tikwissenschaft an der Universität Bremen 1990. Dozententätigkeit u.a. an der Aka-demie für Arbeit und Politik im Lande Bremen. 1991 - 1994 wiss. Mitarbeiter der Bremischen Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung. 1994 – 1997 vertretungsweise Professur für Politikwissenschaft/Sozialpolitik an der FH Potsdam. Seit 1998 Professor und Leiter  der Abteilung für Politikwissenschaft am Seminar für Sozialwissenschaften der Universität zu Köln; Mitglied der Forschungsstelle für inter-kulturelle Studien (FiSt).

PD Dr. Hans Diefenbacher
Studium der Volkswirtschaft, 1983 Promotion. 1979 - 1984 Lehrbeauftragter an der Schiller International University Heidelberg. Seit Mai 1983 wiss. Angest. an der For-schungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft e.V. Heidelberg; Referent für Ökonomie; zuständig für Haushalt und Finanzverwaltung des Instituts. 1989 - 1996 ehrenamtlich Sprecher der Arbeitsgruppe Ökologische Wirtschaftspolitik. Seit Mai 1998 Beauftragter des Rates der EKD für Umweltfragen.

Dr. Daniel Dietzfelbinger
Studium der evangelischen Theologie in München und Rom, 1997 Promotion; 1995 - 1997 wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Institut Technik-Theologie-Naturwissenschaften an der Universität München (TTN). 1997 - 2005 bei der MAN AG, München, dort u. a. Stabsarbeit im Bereich Unternehmenskommunikation. Mitglied des Auf-sichtsrats des Zentrums für Wirtschaftsethik (ZfW), Konstanz; Mitglied des Vorstan-des des Deutschen Netzwerks Wirtschaftsethik (DNWE); Mitautor der Neuauflage des Evangelischen Soziallexikons (2001). Weitere Hinweise: http://www.daniel-dietzfelbinger.de/

Dr. Dominik H. Enste
Bankkaufmann, Dipl.-Volkswirt. 1996 - 2001 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wirt-schaftspolitischen Seminar der Universität  Köln, Promotion. 1998 "Research Scho-lar" an der George Mason Universität, Fairfax, Virginia, USA. 1997 - 2000 Lehrauf-trag an der Fachhochschule Köln, Fachbereich Versicherungswesen, zu den The-mengebieten "Geld- und Wirtschaftspolitik" und "Geld, Kredit- und Finanzdienstleis-tungen". 2001 - 2003 Vorstandsassistent beim Gerling Konzern in Köln, dort u. a. zuständig für Grundsatzfragen des Human Ressource Managements. Seit dem 01.04.2003 Leiter des Referats "Rechts- und Institutionenökonomik/Wirtschaftsethik" des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln. Weitere Einzelheiten: http://www.dominik-enste.de

Prof. Dr. Werner Wild
Studium der Betriebswirtschaft und der Wirtschaftswissenschaften. Dr. rer. pol. 1988 Gründung des Journalistenbüros Dr. Wild & Partner. 1991 Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Umweltorientierte Unternehmensführung, Rechnungswesen an der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg. Berater im Rahmen des Baye-rischen Umweltberatungs- und Auditprogramms für kleine und mittlere Unternehmen. Wissenschaftliche Begleitung des Pilotprojekts "Integration von Qualitäts- und Um-weltmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen", 1997, im Auftrag der Baye-rischen Staatsministerien für Wirtschaft, Verkehr und Technologie sowie für Landes-entwicklung und Umweltfragen. Teilnahme am Bayerischen Aktionsprogramm zur Förderung der internationalen Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Hochschule.

 


Peter Mörbel 21.12.2006


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