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12-2004 / 07.05.2004 - 09.05.2004

Mystik und Widerstand in Religion und Theater

„Gott ist ein Skandal, ein Skandal, der Beziehungen schafft“ (Charles Baudelaire)

Die Tagung will vor diesem Hintergrund der alten theologischen und theologiegeschichtlich aus der Mystik stammenden Formel von der „Contemplatio und Actio“ nachgehen und fragen, wie aus einer gelebten Spiritualität und in dieser gerade auch aus mystischen Erfahrungen (Erfahrungen der spirituellen und leibhaften Nähe zu Gott/zum Heiligen) Menschen in den Widerstand und in das Engagement für eine gerechtere Gesellschaft gerufen werden – wie also u.a. Meditation und Prophetie zusammengehören. Wie bedingen sich Mystik und Widerstand in der Religion? Wie denkt Theologie diesem Phänomen nach? Was bedeutet dies für die kirchliche Praxis? *Das Theater in vielen seiner Ausprägungen hat sich immer neu mit der prophetischen Rolle, die es in der Gesellschaft zu spielen hat, auseinandergesetzt und ist so auch häufig lobend oder als Skandalon in der Gesellschaft wahrgenommen worden. Wie aber ist es mit der „mystischen Seite“ des Theaters bzw. der Kunst? Und welches sind die Formen, in der diese Seite sich ausdrückt und präsentiert? Gibt es so etwas wie eine „Inszenierung der Contemplatio“, eine in Szene Setzung der Begegnung mit dem Heiligen? *Wo treffen sich Theater und Religion in ihrem Umgang mit Spiritualität und Protest und deren Verhältnis zueinander, wo können sie voneinander lernen und neue Erfahrungen machen? Wo sind sie notwendig komplementäre Größen? Und wo werden sie gerade durch diese Thematik ganz neu für die Menschen der Gegenwart zu Gesprächspartnern, die auf der Suche nach neuer Sinngebung und neuen Möglichkeiten des Engagements für eine gerechtere Welt sind?  
 
Veranstaltungsort:  Evangelische Akademie im Rheinland, Bonn / Bad Godesberg 
Mitwirkende: Theater an der Ruhr: Helmut Schäfer, künstlerischer Leiter 
Ansprechpartner: Pfarrerin Dr. Sybille C. Fritsch-Oppermann
Mandelbaumweg 2
53177 Bonn / Bad Godesberg
tel: 02 28 95 23 - 200
fax: 02 28 95 23 - 250
sybille.fritsch-oppermann@akademie.ekir.de


 


22.01.2004


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